Office 365 lernt neue Eingabeformen

Mit Sprach- und Stifteingabe soll Office 365 zukünftig im Alltag einfacher zu nutzen sein. Nicht alle Funktionen funktionieren auch offline.

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Office 365 lernt neue Eingabeformen

(Bild: Microsoft)

Von
  • Jan Mahn

Die Office-Anwendungen Word, Excel und PowerPoint bekommen neue Bedienkonzepte: Zukünftig soll man Office auch per Sprache, Stift und Kopfhörer steuern können. Das verkündete Microsoft parallel zur Vorstellung der neuen Surface-Geräte.

In einem ausführlichen Blogpost stellt der zuständige Manager für "Modern Input" die neuen Ideen vor, die man nach umfangreichen Kundenbefragungen ausgearbeitet habe. So sei Microsoft nach Befragungen von Reportern, Lehrern, Anwälten und Forschern auf die Idee gekommen, Audiotranskription in Word einzubauen. Per Upload oder als Live-Mitschnitt können Spracheingaben direkt im Schreibprogramm in Text umgewandelt werden.

Die Demo zeigt dabei, dass die Anwendung unterschiedliche Sprecher erkennen soll. Die Spracherkennung erfolgt bei Azure in der Cloud, setzt also in jedem Fall eine Internetverbindung voraus. Die Technik dahinter ist nicht neu: Bereits 2018 im Rahmen der Build-Konferenz zeigte Microsoft eine solche Transkription und Sprechererkennung in Echtzeit im Zusammenspiel mit Microsoft Teams. Anfang 2020 soll das Feature in Word im Browser auftauchen, im Frühling auch in der Offline-Variante. Bis dahin, so Microsoft, soll es weitere Details zum Preis geben.

Die Tabellenkalkulation Excel soll zukünftig Eingaben per Stift – zum Beispiel auf dem neuen Surface – übersetzen, sofern man die richtige Tabellenzelle trifft. Auch das ist kein ganz neues Konzept und war bereits Anfang des Jahrtausends mit Windows Mobile auf dem Pocket PC möglich. Geplanter Termin für Web und Desktop ist der Frühling 2020.

Auch für die neuen Ohrstöpsel "Surface Earbuds", die man eher im Privatkundengeschäft verorten würde, hat man sich eine Anwendung für Geschäftskunden überlegt: Die eingebauten Mikrofone sollen Sprecher bei PowerPoint-Präsentationen verstärken. Der Text kann nebenbei gleich als Untertitel transkribiert werden. Außerdem kann man über Tipp- und Wischgesten durch die Folien navigieren. Nach Microsofts Vorstellungen trägt der Redner dabei einen Stöpsel im Ohr, den anderen in der Hand. (jam)