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Office XP: mehr Bedenkzeit bei Lizenzmodellen

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Microsoft hat jetzt bekannt gegeben, dass die Einführungsphase für Office XP bis zum 28. Februar 2002 verlängert wird. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es für Geschäftskunden möglich, Office-Lizenzen im Rahmen der derzeit noch gültigen Lizenzmodelle zu kaufen und Updates im Rahmen des Upgrade Advantage-Programms durchzuführen. Ursprünglich war geplant, dass die bestehenden Lizenzbestimmungen schon zum 30. September dieses Jahres enden.

Mit der Verlängerung reagiere man auf das Feedback der Kunden, heißt es dazu in einer Erklärung von Microsoft. Den Kunden sei der Zeitraum bis 30. September für die Entscheidungsfindung zu kurz gewesen, sagt auch Thomas Baumgärtner, Pressesprecher bei Microsoft in München, denn "die neuen Lizenzverträge zwingen schon dazu, genauer nachzudenken". Der neue Termin gilt sowohl in den USA als auch in Deutschland. In Europa habe dabei neben den Kundenwünschen auch die Euro-Umstellung für eine Verlängerung des Zeitraums gesprochen, heißt es in der Stellungnahme von Microsoft.

Selbst Kunden, die an den inhaltlichen Neuerungen der seit Ende Mai verfügbaren neuen Office-Version gar nicht interessiert sind, werden sich genau überlegen müssen, ob sie noch innerhalb der Übergangsphase umsteigen wollen. Nur dann kämen sie noch in den Genuss der Vorteile des Upgrade Advantage-Programms bei Microsoft. Dieses ermöglicht den Erwerb einer aktuellen Office-Version zum Update-Preis auch dann, wenn der Kunde mehrere Versionswechsel "übersprungen" hat und zurzeit noch eine recht alte Version einsetzt. Ab dem 1. März 2002 gilt dann bei Microsoft eine enge Auslegung des Update-Begriffs: Nur der Umstieg auf die direkte Nachfolger-Version eines Produktes berechtigt dann noch zum verbilligten Lizenzerwerb. "Update ist Update und alles andere ist ein neues Produkt", fasst Thomas Baumgärtner diesen Standpunkt zusammen.

In amerikanischen Medien wird der Verdacht geäußert, dass finanzielle Überlegungen zu der Verlängerung der Einführungsphase geführt haben. Microsoft-Geschäftskunden hätten die Mehrkosten des erzwungenen Umstiegs aus dem Budget des laufenden Jahres nicht bestreiten können und daher verstärkt über Alternativen zum Office-Paket aus Redmond nachgedacht. (dwi)