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OneDrive: Microsofts Cloud-Speicher erhält Sicherheitsfeature "Personal Vault"

Microsoft hat für OneDrive einen geschützten Bereich für sensible Inhalte angekündigt. Außerdem wird der verfügbare Speicherplatz (teils gratis) erweitert.

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(Bild: Microsoft)

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Microsoft hat angekündigt, seinem Filehosting-Dienst OneDrive einen speziell geschützten Bereich für vertrauliche Daten hinzuzufügen. Das neue Feature trägt den passenden Namen Personal Vault und soll bis Jahresende sämtlichen OneDrive-Nutzern auf Windows-10-PCs und mobilen Geräten (Android, iOS) sowie über den Webbrowser zur Verfügung stehen.

Die Verteilung von Personal Vault soll in Australien, Kanada und Neuseeland starten und, sobald verfügbar, als Feature in der bestehenden OneDrive-Oberfläche erscheinen.

In einem Blogeintrag nennt Microsoft technische Details zu Personal Vault. Demnach erfordert der Zugriff auf im neuen "Datentresor" gespeicherte Dateien über einen zusätzlichen Authentifizierungsfaktor. Dabei kann es sich um Microsofts Authenticator-App, Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung, eine PIN oder einen per E-Mail oder SMS verschickten Code handeln.

(Bild: Microsoft)

Das Synchronisieren der Dateien aus dem Vault auf Windows-10-Rechner erfolgt (bei ebenfalls verschlüsselter Datenübertragung) auf einen mit BitLocker verschlüsselten Bereich der lokalen Festplatte. Um denselben Schutz auf Android- und iOS-Geräten zu erzielen, rät Microsoft zum manuellen Aktivieren der Verschlüsselung auf den betreffenden Geräten. Mit den OneDrive-Apps für mobile Geräte soll es auch möglich sein, Fotos oder mit dem Mobilgerät eingescannte (möglicherweise vertrauliche) Dokumente direkt in den Personal Vault zu übertragen.

Eine weitere nützliche Funktion des Personal Vault ist dessen automatische "Verriegelung" nach längerer Inaktivität. Laut Ankündigung schließt OneDrive nicht nur Personal Vault, sondern auch darin gespeicherte noch geöffnete Dateien.

Microsoft am gestrigen Dienstag veröffentlichter Blogeintrag umfasst aber nicht nur Details zu Personal Vault, sondern auch die Information, dass Inhabern eines OneDrive Standalone-Abonnements mit 50 GByte demnächst ohne Mehrkosten der doppelte Speicherplatz zur Verfügung stehen wird. Sie müssen dafür keinerlei Aktion durchführen.

Office-365 Nutzer sollen in Kürze ("soon") die Möglichkeit haben, die ihnen per Default zugewiesenen 1 TByte Speicherplatz nach Bedarf in 200-GByte-Schritten zu erweitern.

(Bild: Microsoft)

Die Neuerungen werden, sobald sie verfügbar sind, auf Microsofts OneDrive-Preisübersicht aufgeschlüsselt. (ovw)