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Onix VR kündigt modulare VR-Brille Pulsar mit gebogenem 4K-Display an

Die VR-Brille der Firma Onix soll 4K-Auflösung, 120 Hz Bildwiederholfrequenz und 10 Bit Farbtiefe bieten sowie das Bild kabellos empfangen können. Bevor die VR-Revolution starten kann, wollen die Entwickler aber noch warten.

Onix VR Pulsar

(Bild: Onix Virtual Reality)

Die zu geringe Auflösung ist bislang das Hauptproblem der verfügbaren VR-Brillen wie PlayStation VR und HTC Vive. Der VR-Newcomer Onix Virtual Reality hat auf der kanadischen Messe immersed deswegen eine eigene Brille namens Pulsar mit 4K-Auflösung angekündigt. Außerdem soll das Display gebogen sein, eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz unterstützen und 10 Bit Farbtiefe zeigen – also eigentlich alles, was man sich wünscht.

Mithilfe von modularen Erweiterungen soll man das Bild kabellos vom PC an die Brille übertragen können oder die Brille sogar komplett autark betreiben. Deswegen bezeichnet die Firma die Pulsar im Werbe-Flyer auch als "project Ara of virtual reality" – Google forschte unter diesem Namen zu einem modular zusammengesetzten Smartphone. Wie genau die kabellose Übertragung funktionieren soll, verraten die Entwickler bislang nicht. Die Basis-Version der Bille stellt die Verbindung via USB Typ-C beziehungsweise Thunderbolt 3 her.

Um das Display näher an die eingebauten Linsen zu bringen und damit das Sichtfeld zu erweitern, setzt Onix einen gebogenen Bildschirm ein. Im aktuellen Prototypen handelt es sich um die OLED-Anzeige des LG-Smartphones G Flex 2, die nur Full-HD-Auflösung zeigt. In Zukunft soll aber ein 4K-Display zum Einsatz kommen. Bislang setzte nur Sony ein solch hochauflösenden Bildschirm dieser Größe im Smartphone Xperia Z5 Premium ein – dort allerdings nur plan und nicht gebogen. Onix sei deswegen im Gespräch mit verschiedenen Display-Herstellern.

Die hohe Auflösung ist laut Entwickler auch der Grund, warum die Onix Pulsar erst im vierten Quartal nächstes Jahr auf den Markt kommen soll: Es gibt bislang kaum Grafikkarten, die die Brille mit so hoher Auflösung und gleichzeitig hoher Bildwiederholfrequenz bedienen können. Onix ist allerdings zuversichtlich, dass man nächstes Jahr entsprechende Karten kaufen kann. Bis dahin wollen die Entwickler mit dem Verkaufsstart warten.

Zu der Firma Onix VR ist bislang wenig bekannt. Auf der Webseite findet man momentan nur den Hinweis, dass an ihr gebastelt wird. Infos zur VR-Brille fehlen komplett. Auch auf der Messe gab es auch keine tieferen technischen Informationen – auch nicht zum Tracking oder zu eventuellen Controllern. Anhand der Spezifikationen erscheint das Projekt arg ambitioniert und fast schon unrealistisch.

Die Onix Pulsar soll zwischen 800 und 1000 US-Dollar kosten. Zu den Preisen der Module haben sich die Entwickler noch nicht geäußert. (hcz)

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