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Online-Behördengänge: Seehofer hofft auf rasche Fortschritte

Bürger sollen möglichst schnell in den Genuss von digitalen Verwaltungsdienstleistungen kommen. Bundesinnenminister Seehofer setzt dabei auf Digitallabore.

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hofft auf rasche Fortschritte bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen. "Wir stehen sicher nicht in der Spitzengruppe zurzeit. Aber da wollen wir hin", sagte er am Donnerstag beim Besuch eines sogenannten Digitalisierungslabors in Berlin, an dem Experten an Lösungen für solche Online-Anwendungen arbeiten. Seehofer bezeichnete den Prozess der Digitalisierung der Verwaltung als "großes Projekt, das unser Land verändern wird".

Für die Bürger werde dadurch im Umgang mit Behörden vieles leichter, zeigte sich der Minister überzeugt. Wenn es gute Lösungen gebe, würden die Menschen diese auch annehmen. "Je besser die Qualität ist, je einfacher das Ganze ist und je sicherer das Ganze ist, desto mehr wird es Begeisterung auslösen bei der Bevölkerung." Wichtig sei dabei nicht zuletzt ein hohes Maß an Datenschutz.

Bund, Länder und Kommunen haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 genau 575 Verwaltungsleistungen vom Antrag für einen Personalausweis bis hin etwa zum Antrag für Elterngeld oder den Führerscheinantrag nach einheitlichen Standards online anzubieten. Entsprechende Anwendungen werden in bundesweit etwa 30 Digitallaboren entwickelt. Dort arbeiten Behördenvertreter, IT-Spezialisten, Designer, Juristen und andere Fachleute gemeinsam an den digitalen Verwaltungsdienstleistungen. Eingebunden sind dabei auch Nutzer, wie es hieß. Zunächst sollen Bürger alle Online-Angebote der Behörden, von denen bereits einige gestartet sind, auf freiwilliger Basis nutzen können. (olb)