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Online-Chefs: Engere Kooperation mit Print-Redaktionen nötig

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Bei den deutschen Zeitungen gibt es nach Ansicht führender Online-Journalisten noch eine zu starke Trennung zwischen den klassischen Redaktionen und dem Online-Auftritt. "Wir stehen alle noch vor einer gigantischen Aufgabe, uns neu zu organisieren: dass es eine wirkliche Vernetzung von Print und Online gibt", sagte der Chefredakteur von sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jakobs, am Dienstag beim 9. Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig.

"Es muss ein einheitliches koordiniertes Angebot, eine journalistische Marke geben", so Jakobs. Lange hätten die Redaktionen der Süddeutschen Zeitung und von sueddeutsche.de völlig separat nebeneinanderher gearbeitet. "Jetzt sind wir auch räumlich vermischt." "Es gibt keinen anderen Weg, als Online- und Print-Redaktionen enger zusammenzuführen", sagte der Leiter des Online-Auftritts der Leipziger Volkszeitung, Holger Herzberg. In Leipzig seien sie noch räumlich getrennt, sollen aber bald zusammenziehen.

Der Chefredakteur von Spiegel Online, Mathias Müller von Blumencron, erwartet, dass die Online-Werbeeinnahmen künftig deutlich zunehmen werden. "Ich glaube, wir sind in Deutschland am Anfang eines Online-Werbebooms", sagte er. "Wir brauchen uns nur Großbritannien oder Skandinavien ansehen. Dort wird mittlerweile wesentlich mehr Geld für Online ausgegeben – Deutschland hinkt wie oft bei Innovationen hinterher." (dpa) / (jk)