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Online-Händler Lesara meldet Insolvenz an

Der Onlinehändler Lesara ist zahlungsunfähig. Im August eröffnete er sein 40 Millionen Euro teures Logistikzentrum für Mode- und Lifestyleprodukte in Erfurt.

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Online-Händler Lesara meldet Insolvenz an

(Bild: Gerd Altmann )

Der mit einem Logistikzentrum in Erfurt ansässige Online-Händler Lesara ist zahlungsunfähig. Das Insolvenzverfahren ist vor dem Amtsgericht Charlottenburg eröffnet worden, wie das Gericht mitteilte (Aktenzeichen 36l IN 5629/18 und 36l IN 5633/18). Zum Sachwalter wurde der Potsdamer Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff bestellt. Über die Insolvenz berichtete am Samstag der Mitteldeutsche Rundfunk.

Der Online-Händler für Mode- und Lifestyleprodukte hatte erst im August sein mehr als 40 Millionen Euro teures Logistikzentrum in Erfurt eröffnet. Das Land Thüringen förderte die Investition mit knapp 10 Millionen Euro. Von Erfurt aus wollte das 2013 in Berlin gegründete Unternehmen seine Waren nach ganz Europa versenden. Eigenen Angaben zufolge stand dafür eine Auswahl von mehr als 100.000 Artikeln zur Verfügung.

Der Sprecher des Thüringer Wirtschaftsministeriums, Stefan Krauß, bestätigte, dass das Unternehmen eine finanzielle Förderung durch das Land erhalten hat. Es seien 9,6 Millionen Euro gewesen. Allerdings sei davon bisher erst ein kleiner Teil durch das Unternehmen abgerufen worden. Um welchen Betrag es sich dabei genau handelte, konnte er zunächst nicht sagen.

Seit der Gründung des Unternehmens war Lesara nach eigenen Angaben auf mehr als 300 Mitarbeiter gewachsen, die sich bislang auf die zwei Standorte in Berlin und in Guangzhou (China) verteilten. In Erfurt sollten 150 neue Mitarbeiter die E-Commerce-Abwicklung etablieren. (dpa) / (bme)

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