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Online-Handel bringt Rekordumsätze

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Der Versandhandel erreicht 2006 ein Rekordniveau: 26,3 Milliarden Euro sollen in Deutschland auf den Versand entfallen, das entspricht 6,8 Prozent der gesamten Handelsumsätze. Diese Prognose wagt der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh), nachdem in den ersten sechs Monaten bereits ein Umsatzplus von 3 Prozent gegenüber 2005 zu verzeichnen sei. Den wesentlichen Antriebsmotor sieht bvh-Präsident Rolf Schäfer dabei im E-Commerce: "Neue Bestellwege und neue Versandhandelsformen haben in den letzten zehn Jahren eine ungeheure Wachstumsdynamik im Markt ausgelöst. Motor war dabei eindeutig der Online-Handel."

Einer aktuellen Verbraucherstudie zufolge, die TNS Infratest im Auftrag des bvh durch geführt hat, kauft jeder Deutsche im Durchschnitt für 318 Euro pro Jahr im Versandhandel ein. Auf reine Internetanbieter und eBay-Powerseller entfallen knapp 5 der 26,3 Milliarden Euro Umsatz. Die so genannten Multi-Channel-Versender, die wie beispielsweise KarstadtQuelle sowohl klassischen Katalogversand wie auch E-Commerce nutzen, wickeln rund 4 Milliarden Euro online ab. Damit deckt der Online-Handel bereits über ein Drittel des gesamten Versandhandelsvolumens ab.

Die Studie weist interessante Unterschiede im Kaufverhalten von Frauen und Männern aus. Frauen setzen voraussichtlich insgesamt rund 16 Milliarden Euro im Versandhandel um, Männer nur knapp zwei Drittel davon (10,3 Milliarden). Weibliche Käufer bevorzugen zu 75 Prozent Multi-Channel-Versender, die per Katalog wie auch Internet unterschiedliche Bestellwege offerieren. Männer kaufen dagegen deutlich häufiger bei reinen Internetanbietern und bei eBay. Über ein Drittel ihrer Käufe wickeln sie komplett online ab, bei Frauen liegt der Anteil nur bei 14 Prozent. (map)

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