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Online-Spiele: Streit über Kopien abgeschalteter Server

Eine Gruppe zur Erhaltung von Videospielen fordert legale Repliken von Servern abgeschalteter Online-Spiele, die Spieleindustrie sieht ihre Interessen gefährdet. Entscheiden muss die US-Behörde Copyright Office.

Spieleindustrie wehrt sich gegen Wiederherstellung von Gameplay-Servern

Vergangene Online-Videospiele als Kunst erhalten und zu Studienzwecken nutzbar machen, das möchte eine Gruppe zur Erhaltung von Videospielen, darunter das Videospiel-Museum MADE. Damit ein Spielbetrieb möglich ist, müssen die Server der entsprechenden Spiele dafür aber repliziert werden. Die Spieleindustrie sieht darin jedoch Geschäftsschädigungen, Diebstahl ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte und ein Problem zwischen Bewahrung als Kunst und Lehrmaterial und einem öffentlichen Spielbetrieb in den Bemühungen.

Geschützt sind die Interessen der Spieleindustrie im Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Die US-Behörde Copyright Office kann Ausnahmeregelungen verabschieden, die alle drei Jahre erneut zur Anhörung ausstehen und wieder gekippt werden können. 2015 erlaubte das Copyright Office in bestimmten Fällen die Umgehung von Onlineaktivierungen für Spiele, dessen Aktivierungsserver von den Herstellern angeschaltet wurden. Diese Ausnahme betreffen aber nicht die aktuell geforderten Repliken von Online-Gameplay-Servern.

Während eine Seite einen beschränkten Zugang zu historischem Gameplay sucht, befürchtet der andere eine öffentlichen Verbreitung der Server. In den kommenden Monaten wird es weitere Anhörungen zu diesem Thema geben, bevor das Copyright Office eine Entscheidung trifft. (bme)

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