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Online-Supermärkte: Schlecht gekühlte Waren bei vielen Lieferanten

Online bestellte Lebensmittel sollten schnell und frisch beim Besteller ankommen. Viele Lieferdienste haben aber ein Kühlproblem.

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Rewe Online

Ein Lieferwagen von Rewe Online unterwegs in Köln.

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

Meistens pünktlich, vollständig und ohne Schäden: So ist online bestellte Supermarktware am Bestimmungsort angekommen. Dennoch hat keiner der zehn von der Stiftung Warentest auf die Probe gestellten Online-Lieferdienste mit den Noten "sehr gut" oder "gut" abgeschnitten, wie die Zeitschrift test (10/2018) berichtet. Die Warentester begründen ihr Urteil unter anderem damit, dass bei vielen Lieferanten die Ware schlecht gekühlt war.

Von 246 kühlungspflichtigen Lebensmitteln waren 136 bei der Anlieferung zu warm. In Extremfällen zeigte das Thermometer nach der Lieferung mehr als 20 Grad an. Bei Produkten wie Sahne, Hühnerbrust, Räucherlachs, Mozzarella oder Salat in Tüten ist das nach Angaben der Tester ein Risiko: Denn bei einer unterbrochenen Kühlkette können sich Keime vermehren und Ware verderben. Im schlimmsten Fall macht das krank.

Zudem kritisierten die Warentester bei einigen Anbietern die Datenschutzbestimmungen. Das Datensendeverhalten sei kritisch. Außerdem fielen je nach Anbieter unterschiedliche Mengen an Verpackungsmüll an, um die Ware beim Transport vor Beschädigungen zu schützen.

Stiftung Warentest vergab im Test fünfmal die Note "befriedigend" und fünfmal "ausreichend". Insgesamt lag MyTime.de im Test vorne – mit der Note "befriedigend" (2,7), ebenso bewerteten die Tester Bringmeister (2,9), Rewe Lieferservice (3,0), AmazonFresh sowie Getnow Supermarkt (beide 3,3). Die Kosten für Lieferung und Waren fielen sehr unterschiedlich aus. Jeder zweite Online-Supermarkt hatte einen Mindestbestellwert. Nur vier Anbieter lieferten auch in abgelegene, ländliche Gegenden: Amorebio, AllyouneedFresh und Natur.com sowie MyTime.de. (olb)

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