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"Open Compute"-Hardware als Netzwerk-Infrastruktur

Erfolg für das Open Compute Project, Risiko für Cisco, Huawei & Co: Große Telekommunikationsfirmen wie AT&T, Deutsche Telekom, Verizon, SK Telecom und EE wollen offene Telco-Server entwickeln.

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Open Compute Project: OCP-Server bei Facebook in Lulea

Open Compute Project: OCP-Server im Facebook-Rechenzentrum in Lulea

Das federführend von Facebook für die eigenen Rechenzentren vorangetriebene Open Compute Project (OCP) hat eine neue Sparte: Telco-Systeme. Damit sind Server und Netzwerkgeräte gemeint, die besondere Anforderungen für den Einsatz in der Netzwerk-Infrastruktur erfüllen. Netzwerk-Ausrüster wie Cisco, Juniper oder Huawei liefern solche Systeme, etwa Switches, Router sowie modulare und dicht gepackte Server.

Das OCP Telco Project dürfte bei Netzwerk-Ausrüstern für Aufmerksamkeit sorgen, vor allem, weil wichtige Käufer mitmischen: Zum Start beteiligen sich AT&T, Deutsche Telekom, Verizon, SK Telecom und EE. Doch einige Zulieferer aus dem Telco-Bereich machen ebenfalls mit. Nokia will beispielsweise OCP-kompatible Systeme in seine AirFrame-Produktpalette für Telco-Clouds integrieren.

Den Telekommunikationsfirmen geht es nicht bloß um Cloud-Server, die Rechenleistung oder Storage bereitstellen, sondern auch um Router und Switches. Software-defined Networking (SdN) und Network Function Virtualization (NFV) helfen dabei, Netzwerkfunktionen auf günstiger Standard-Hardware mit x86-, ARM- oder eines Tages etwa auch OpenPower-Prozessoren zu realisieren.

Laut Andre Fuetsch, Senior Vice President of Architecture and Design bei AT&T, will das Unternehmen "75 Prozent seiner Netzwerkfunktionen bis zum Jahr 2020 virtualisieren". Für Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik der Telekom Deutschland, steht Effizienz im Vordergrund: Das verlange die "Cloudifizierung der Netzwerkfunktionen und die damit verbundenen Veränderungen der Produktionsmodelle". (ciw)

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