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Open Data: Veröffentlichung offener Behördendaten läuft noch nicht optimal

"Allein das Inkrafttreten einer gesetzlichen Regelung ist nicht ausreichend, um einen Kulturwandel in den Behörden herbeizuführen", heißt es in einem Bericht.

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Seit gut zwei Jahren müssen die Bundesbehörden einen Teil der von ihnen erhobenen Daten mit der Allgemeinheit teilen – doch so richtig optimal funktioniert das noch nicht. Im einem ersten Fortschrittsbericht zum Open-Data-Gesetz von 2017, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde, heißt es, die Ergebnisse einer Umfrage unter den Behördenmitarbeitern zeigten, "dass allein das Inkrafttreten einer gesetzlichen Regelung nicht ausreichend ist, um einen Kulturwandel in den Behörden herbeizuführen". 72 Prozent der Befragten hatten angegeben, dass das Inkrafttreten des Open-Data-Gesetzes nach ihrer Einschätzung nicht dazu geführt habe, dass mehr Daten bereitgestellt werden.

Generell sollen alle Daten veröffentlicht werden, die von den Behörden erhoben werden – es sei denn, Datenschutz- oder Sicherheitsinteressen stehen dem entgegen. Über die zentrale Plattform GovData.de lassen sich beispielsweise Daten zu den Konsumausgaben privater Haushalte finden oder zur Zahl der Wohngebäude.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, ressortübergreifend werde aktuell an einer IT-Unterstützung für die effizientere Bereitstellung von Daten gearbeitet. Die Bundesregierung mit einem zweiten Open-Data-Gesetz die Bereitstellung offener Daten künftig auszuweiten. (anw)