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Open Definition: Wann ist "offen" wirklich offen?

Die Open Knowledge Foundation hat Version 2 ihrer Open Definition veröffentlicht. Sie definiert Grundprinzipien für Open Data und Open Content.

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Behörden, Firmen und Projekte schmücken sich gerne mit dem Attribut "offen". Open Content, Open Culture, Open Source, Open Data, Open Knowledge, Open Government, Open Access – Offenheit und Transparenz stehen allenthalben hoch im Kurs. Aber was "offen" in diesen verschiedenen Kontexten bedeuten soll, darüber gehen die Meinungen dann doch weit auseinander.

Die Open Definition der Open Knowledge Foundation, gerade in Version 2.0 veröffentlicht, schreibt Grundprinzipien für Offenheit bei Open Data und offenen Inhalten aller Art jenseits von Open-Source-Software fest. Damit will die Organisation nicht nur verhindern, dass mit dem Begriff "open" Schindluder getrieben wird, sondern auch rechtliche Probleme aufgrund inkompatibler Open-Lizenzen vermeiden.

Als offenes Werk gilt nach der Open Definition, dass es unter einer offenen Lizenz stehen muss, dass das Werk vollständig und höchstens zu den Herstellungskosten einer Kopie – idealerweise zum kostenlosen Download – und in einem öffentlich dokumentierten, frei verwendbaren und maschinenlesbaren Format angeboten wird, das Veränderungen zulässt.

Die Definition von offenen Lizenzen lehnt sich an die Grundprinzipien freier Software an: Die Nutzung, Weitergabe (auch von Teilen) und Modifikation muss jeder Person und zu jedem Zweck erlaubt sein. Die erlaubten Einschränkungen orientieren sich an Creative Commons: Eine Attributions- und eine Share-alike-Klausel sind ebenso erlaubt wie ein Verbot, abgeleitete Werke unter dem gleichen Namen wie das Original zu vertreiben. (odi)

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