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Open-Source-Experten für Vietnam gesucht

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Eine Projektseite möchte die Kooperation zwischen europäischen und vietnamesischen Firmen im Bereich freier Software verstärken und so die Sozialistische Republik bei der Umrüstung von Behörden und Unternehmen auf Linux unterstützen. Sie hört auf den Titel FOSS Bridge EU-Vietnam und wird von der Bonner Internationalen Weiterbildung und Entwicklung GmbH (InWent), dem französischen Institut für IT-Forschung INRIA und dem vietnamesischen Institute of Information Technology (IOIT) betreut. Die Finanzierung haben die Europäische Kommission im Rahmen ihres Asien-Investitionsprogramms und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernommen.

Interessierte europäische Firmen erhalten über die Internet-Plattform die Chance, gemeinsame Software-Projekte mit vietnamesischen Partnern voranzutreiben, einen technologischen Austausch zu starten und konkrete Unternehmensprojekte in Angriff zu nehmen. Das Projektkonsortium organisiert dafür einen "Matchmaking-Prozess" zum Interessens- und Erfordernisabgleich mit potenziellen Partnern beider Seiten und veranstaltet Treffen mit einschlägigen Vereinigungen wie Linux-Usergroups oder Unternehmensverbänden in Vietnam. Firmen mit beschränkten Ressourcen werden in begrenztem Umfang finanzielle Mittel für anfallende Kosten wie etwa für Flug und Unterkunft zur Verfügung.

Die vietnamesische Regierung hat 2003 beschlossen, Microsoft-Produkte von den Verwaltungsrechnern zu verbannen und gegen freie Software auszutauschen. Generell soll dabei die IT-Infrastruktur des sozialistischen Landes auf Linux und andere Open-Source-Produkte umgestellt werden. Die Nachfrage nach freien Software-Experten nimmt seitdem stetig zu. FOSS Bridge EU-Vietnam möchte die Entwicklung nun mit einem Fokus auf kleine und mittelständige Betriebe in Vietnam unterstützen. (Stefan Krempl) / (jk)

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