Menü

Open-Source-Lab bekommt Verstärkung aus China

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 51 Beiträge

Die Pekinger Co-Create Open Source Software Company wird neues Mitglied der Open Source Development Labs (OSDL). Laut OSDL ist Co-Create eine der führenden Entwicklungsfirmen für Open Source in China. Das Unternehmen will sich innerhalb des OSDL vor allem bei der Kernel-Entwicklung und für die Einführung von Linux auf Desktop-Rechnern in China engagieren. Co-Create arbeite bereits mit OpenDesktop.net zusammen, einer Open-Source-Community, die sich auf den Einsatz von Linux am Arbeitsplatz konzentriere, heißt es beim OSDL.

Die Gemeinschaftsunternehmung von im Linux-Umfeld engagierten Firmen wie Hewlett-Packard, IBM, Intel und NEC hat sich bislang der Entwicklung von Data Center Linux für den Einsatz in Unternehmen und Carrier Grade Linux für den Einsatz in der Infrastruktur von Telecom- und IP-Carriern gewidmet. Seit einiger Zeit sind auch Linus Torvalds und Andrew Morton für das OSDL tätig und für die jüngste Inkarnation des Linux-Kernels für Anwender und für einen neuen Entwickler-Kernel zuständig. Um Linux auch auf Desktop-Rechnern zu fördern, gründete das OSDL vor kurzem eine eigene Arbeitsgruppe. In den vergangenen Tagen konnte das OSDL einige Zugänge verzeichnen, darunter NEC Soft und Trolltech, Hersteller der Bibliothek QT, auf der etwa der Unix/Linux-Desktop KDE aufbaut. Auch Novell ist seit Ende vergangenen Jahres Mitglied im OSDL; bislang ist Unilever immer noch einziges OSDL-Mitglied, das zu den großen Anwenderfirmen von Linux zu zählen ist.

China wird mittlerweile als wichtiger Markt für Linux-Firmen angesehen. Das Land ist mit Südkorea und Japan in offizielle Projekte involviert, Open-Source-Software als Windows-Alternative zu entwickeln. Diverse Hersteller sind bereits Kooperationen mit chinesischen Linux-Firmen eingegangen, um einen Fuß in diesen Markt zu bekommen; Sun konnte zudem mit seinem Java Desktop System einen großen Deal zur Ausstattung von Desktop-Rechnern in China unter Dach und Fach bringen. Wegen ihres Engagements in China bekommen IT-Firmen aber in letzter Zeit auch einige Kritik von Menschenrechtsorganisationen zu hören. (jk)

Anzeige
Anzeige