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Open-Source-Storage-Engine für MySQL

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Solid Information Technology, Anbieter von Embedded Datenbanken im Enterprise- und Carrier-Grade-Bereich, hat eine auf die freie Datenbank MySQL zugeschnittene Version seiner Online Transaction Processing (OLTP) Storage Engine angekündigt. Das im Ursprung finnische Unternehmen mit Hauptsitz in Silicon Valley will damit seine Datenbank-Lösung auch der Open-Source-Community zugänglich machen. Solids Storage Engine soll laut Hersteller weltweit mehr als drei Millionen Installationen, unter anderem bei Industriegiganten wie Alcatel, Cisco, HP und NEC, verzeichnen. Den Sourcecode der MySQL-Storage-Engine will Solid unter die GNU Public License (GPL) stellen. Eine erste Beta-Version soll im Juli verfügbar sein, das finale Produkt kündigt der Datenbank-Anbieter für das vierte Quartal dieses Jahres an.

MySQL AB dürfte Solids Schritt Richtung Open Source begrüßen. Hatte doch Datenbank-Rivale Oracle im vergangenen Herbst den finnischen Datenbankspezialisten Innobase Oy geschluckt und sich damit dessen InnoDB-Storage-Engine, eine Kernkomponente hochperformanter MySQL-Datenbanken, einverleibt. InnoDB sowie MySQL basieren auf einem dualen Lizenzmodell: Der Code steht unter der GPL; für den kommerziellen Gebrauch kann man Lizenzen erwerben. Der Kauf durch Oracle dürfte der langjährigen engen Zusammenarbeit zwischen Innobase Oy und MySQL wenig zuträglich gewesen sein.

Auf der diesjährigen MySQL Users Conference in Santa Clara vom 24. bis 27. April will Solid einen Prototypen der freien Storage Engine mit MySQL Server 5.0 vorstellen. Die Software wird ab dem 24. April auch zum Download bereitstehen.

Mehr zu MySQL im Vergleich zu den Open-Source-Datenbanken Firebird, Ingres, MaxDB und PostgreSQL auf heise open im Artikel Freie Datenbanken im Unternehmenseinsatz. (akl)