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OpenDarwin schließt die Pforten

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Das Projekt OpenDarwin, das es sich zum Ziel gesetzt hat, einen Abkömmling von Apples Mac-OS-X-Unterbau Darwin zu entwickeln, stellt seine Arbeit ein. Die Macher geben auf, weil sie die selbst gesteckten Ziele nach vier Jahren Arbeit nicht erreicht hätten. Auch habe sich das Projekt immer mehr zu einer Plattform für aus der Unix-Welt portierte Mac-OS-X-Software entwickelt. Die Hoffnung, dass Apple von OpenDarwin Funktionen und Fehlerkorrekturen übernehmen würde, habe sich ebenfalls nicht erfüllt.

Die Administratoren aller OpenDarwin-Unterprojekte seien bereits informiert, man arbeite bereits an einem nahtlosen Übergang auf neue Server. E-Mail- und DNS-Umleitungen würden ebenfalls bereitgestellt.

Mit Darwin bezeichnet Apple den Open-Source-Unterbau von Mac OS X, den das Unternehmen seit dem Frühjahr 2000 veröffentlicht. Das OpenDarwin-Projekt wollte nicht nur eine Umgebung bereitstellen, um darauf aufbauend Mac-OS-X-Software zu entwicklen, sondern auch ein selbstständiges Darwin-Derivat schaffen. Zu Apples Darwin zählen unter anderem der Mach-Kernel, zahlreiche BSD-Unix-Tools und Bibliotheken. Apple-eigene Software – etwa QuickTime oder die Bedienoberfläche Aqua – gehört nicht dazu. Meist hat Apple die Darwin-Quellen kurz nach Erscheinen einer neuen Mac-OS-X-Version zum Download freigegeben. Um die Offenlegung des Darwin-Kernels für den x86-Zweig gab es jüngst einige Aufregung. (adb)

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