OpenGL entfesselt

SGI hat die Lizenz für OpenGL und GLX aktualisiert. Zum ersten Mal seit der Freigabe des Codes entspricht sie jetzt den Kriterien der Free Software Foundation und der Open Source Initiative, sodass sie als Open-Source-Lizenz gelten darf.

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SGI hat die Lizenz für OpenGL aktualisiert. Die neue Version lehnt sich an die MIT-Lizenz an und findet die Zustimmung der Free Software Foundation (FSF). Das Unternehmen hatte den Quellcode von OpenGL, der Spezifikation für 3D-Beschleunigung unter Linux, zwar bereits 1999 freigegeben, die von SGI gewählten Lizenzen SGI Free Sofware License B sowie die GLX Public License wurden aber weder von der FSF noch von der Open Source Initiative (OSI) als Open-Source-Lizenz anerkannt.

Dass die Vorgängerfassungen der Lizenzen problematische Klauseln enthielten, die die Rechte der Nutzer einschränkten, war bereits länger bekannt. Ein Bug-Report für die Linux-Distribution Debian meldete das Problem schon im September 2003. Die überarbeiteten Lizenzen gelten automatisch für alle von SGI freigegebenen Codebeiträge, darunter die OpenGL-Referenzimplementierung, das GLX-API und andere GLX-Erweiterungen. Sie sollen es für Linux-Distributoren einfacher machen, OpenGL- und GLX-Code in ihre Distributionen aufzunehmen. Im vergangenen Monat hatte die Khronos-Gruppe, die inzwischen die Weiterentwicklung der Grafikstandards vorantreibt, die Spezifikation von OpenGL 3.0 freigegeben. (akl)