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OpenSolaris lässt Linux-Programme laufen

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Mit knapp einjähriger Verspätung stellt Sun das Linux-Kompatibilitätspaket als Development Preview für OpenSolaris zur Verfügung. Patches und Pakete sind allerdings auf Suns eigene Distribution Solaris Express: Community Release und Intels 32- und 64-bittige x86-Architektur beschränkt.

Ursprünglich als Projekt Janus als Zusatz zur Version 10 des Sun-Betriebssystems geplant, hat der Unix-Spezialist die Software zwischenzeitlich zur Nutzung seiner Virtualisierungstechnik Solaris Zones umgeschrieben. Mit BrandZ lassen sich komplette non-native Betriebsystemumgebungen als branded Zones einrichten. Im Unterschied zu Xen werden keine Hardwarekomponenten virtualisiert, sondern der Kernelraum des jeweiligen Betriebssystems. Alle Userspace-Anteile müssen als native Komponenten nachinstalliert werden.

So emuliert die lx-Brand Kernel- und glibc-Schnittstellen von Red Hats Enterprise Linux 3.X oder dessen Clone CentOS. Skripte helfen bei der Installation der restlichen Distribution. Linux-Programme laufen anschließend ohne Veränderungen – unabhängig vom verwendeten Solaris-Kernel jedoch nur in der 32-Bit-Variante. Sun ließ offen, wann die Technik als Solaris Containers for Linux Applications als Update für Solaris 10 zur Verfügung stehen wird. (mhe)