OpenStreetMap aktualisiert Karten von Chile

Um die Hilfsmaßnahmen für die Opfer des schweren Erdbebens in Chile zu unterstützen bereitet das Open-Source-Projekt OpenStreetMap die detaillierte Erfassung von ländlichen Regionen und Erdbebenschäden vor. Sofort nach dem Beben haben Funkamateure dort ein Notfunknetz aufgebaut.

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Von
  • Urs Mansmann

Nach dem schweren Erdbeben in Chile am gestrigen Samstag Morgen laufen weltweit Hilfsbemühungen an. Das Open-Source-Projekt Open Street Map (OSM) will diese unterstützen und ruft dazu auf, die Karten von Chile anhand aktueller Satellitenaufnahmen zu aktualisieren. Das erleichtert den Hilfmannschaften vor Ort die Orientierung und Koordination.

Bereits beim schweren Erdbeben in Haiti hatte OSM Daten in großem Umfang erfasst. Dort waren indes die Karten von OSM selbst in der Hauptstadt Port au Prince lückenhaft gewesen. In Chile sind die Städte dank einer aktiven OSM-Gemeinde vor Ort offenbar bereits recht vollständig. In ländlichen Gebieten sind aber viele Gemeinden mit Ausnahme der Durchgangsstraßen noch nicht erfasst.

Unterdessen rufen die Amateurfunkverbände ihre Mitglieder nach einer Bitte des argentinischen Notfunk-Koordinators weltweit dazu auf, eine ganze Reihe von Kurzwellen-Frequenzen von Sendebetrieb freizuhalten, um den Notverkehr der Funkamateure im Katastrophengebiet nicht zu stören. Die chilenische Notfunkorgansiation RECNA (Red Chilena Nor Austral de Servicio) unterhält einige Verbindungen, hauptsächlich zum Nachbarland Argentinien, nachdem das Telefonnetz im Katastrophengebiet vielerorts zusammengebrochen ist. (uma)