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OpenSuse verschmilzt seine beiden Rolling-Release-Distributionen

OpenSuse führt künftig unter dem Namen Tumbleweed seine Linux-Distribution, die aktuelle Versionen von Linux-Kernel, Gnome, LibreOffice und Co. bei der normalen Systemaktualisierung erhält.

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(Bild: news.opensuse.org )

Das OpenSuse-Projekt gibt seine bislang "OpenSuse Tumbleweed" genannte Distributions-Variante auf. Der Name bleibt aber erhalten, denn die erst vor einigen Monaten geschaffene "Factory Rolling Release" firmiert zukünftig als "Tumbleweed". Damit führt das OpenSuse-Projekt zwei Distributions-Varianten zusammen, die ein ganz ähnliches Ziel aus unterschiedlicher Richtung angegangen sind.

Das originale OpenSuse Tumbleweed wurde Ende 2010 gestartet und war im Wesentlichen ein Paket-Repository für die jeweils aktuelle OpenSuse Version. Dies Repository enthielt vornehmlich Pakete mit aktuellen Versionen der in OpenSuse enthaltenen Software; darunter etwa der Linux-Kernel sowie die Desktops des KDE- und Gnome-Projekts. Tumbleweed hat aber längst nicht alle Distributions-Komponenten auf den aktuellen Stand gehoben; LibreOffice etwa fehlt derzeit in Tumbleweed.

Die Bauvorlagen für die Tumbleweed-Pakete stammten oft von den Paketen des OpenSuse-Entwicklerzweigs "Factory", in dem die jeweils nächste OpenSuse-Version vorbereitet wird. Factory lässt sich wie eine normale Distribution verwenden, bei der über die normale Systemaktualisierung aber oft auch neue Programmversionen einlaufen. Anwender mussten sich dabei aber immer wieder mit Problemen herumschlagen, weil die Factory-Komponenten manchmal nicht oder nicht sauber zusammenspielten. Um das zu vermeiden, hatte das OpenSuse-Projekt Ende Juli die Distributions-Variante Factory Rolling Release gestartet, in die nur Software-Pakete einfließen, die sich in Tests bereits bewährt haben.

Schon bei der Einführung dieser Distributions-Variante im Sommer gab es Andeutungen, Tumbleweed mit Factory Rolling Release zu verschmelzen, sobald sich Letzteres bewährt. Das realisieren die Entwickler jetzt im Zuge der Freigabe von OpenSuse 13.2, das Anfang November erscheinen soll. Factory-Anwender brauchen nichts am System zu ändern, denn ihre Paketquellen-Definitionen werden automatisch auf das neue Tumbleweed angepasst. Anwender des bisherigen Tumbleweed, die das neue Tumbleweed nutzen wollen, müssen Konfigurationsänderungen vornehmen, die eine FAQ zur Zusammenlegung erläutert. (thl)