OpenZFS

Verschiedene Projekte und Unternehmen, die das Dateisystem ZFS verwenden, haben sich zum OpenZFS-Projekt zusammengeschlossen.

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Von
  • Oliver Diedrich

Verschiedene Projekte und Unternehmen, die das Dateisystem ZFS verwenden, haben sich zum OpenZFS-Projekt zusammengeschlossen. Laut Brian Behlendorf, der beim Lawrence Livermore National Laboratory an ZFS on Linux arbeitet, ist OpenZFS "der wirklich offene Nachfolger des ZFS-Projekts". ZFS ist ein leistungsfähiges 128-Bit-Dateisystem, das nach dem Copy-on-Write-Prinzip arbeitet und RAID- und Volume-Management-Funktionen integriert. Es wurde ursprünglich von Sun für Solaris entwickelt wurde und gehört jetzt Oracle.

Wichtigstes Ziel der OpenZFS-Community – der Oracle nicht angehört – ist ein erleichterter Code-Austausch zwischen den verschiedenen Projekten und Unternehmen, die an ZFS arbeiten. Zudem will man die Aufmerksamkeit für ZFS unter anderem durch verbesserte Dokumentation und Konferenzen erhöhen und die Kommunikation zwischen den Entwicklern verbessern.

ZFS wird in verschiedenen Unix-Versionen eingesetzt, darunter die OpenSolaris-Abkömmlinge OpenIndiana, Illumos und OmniOS sowie FreeBSD, PC-BSD, FreeNAS und die Debian-Variante mit FreeBSD-Kernel. Mit ZFS om Linux existiert eine Linux-Portierung, die allerdings außerhalb des Linux-Kernels gepflegt wird, da ZFS unter der CDDL lizenziert ist, die nicht kompatibel ist mit der GPL, unter der die Linux-Kernelquellen stehen. Eine Reihe von Unternehmen verwenden ZFS in ihren Betriebssystemen und Storage-Produkten.

[Update 20.9.] In einer ersten Version der Meldung wurde Brian Behlendorf von den Lawrence Livermore National Laboratory irrtümlich als der Apache-Mitgründer gleichen Namens identifiziert. Es handelt sich jedoch um eine andere Person. (Danke an Alexander Hamann für den Hinweis.) (odi)