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Openspace: Facebook sorgt für Namensänderung beim sozialen Netzwerk Openbook

Facebook stört sich an dem "book" in Openbook. Das soziale Netzwerk ändert seinen Namen jetzt in Openspace und greift damit eine ältere Idee auf.

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(Bild: Openbook)

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Das soziale Netzwerk Openbook ändert seinen Namen in Openspace. Anwälte von Facebook haben bezüglich des Wortes "book" im Namen Kontakt mit dem Unternehmen von Gründer Joel Levi Hernández Fernández aufgenommen. Konkrete Forderungen von Facebook wurden nicht genannt.

Openspace basiert auf einem Vorschlag von Phil Zimmermann, dem Erfinder der E-Mail-Verschlüsselungssoftware Pretty Good Privacy (PGP), der bereits vor einem Jahr großen Anklang in dem Openbook-Team fand. Aufgrund der damals laufenden Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und mehreren Erwähnungen in der Presse sah man zu diesem Zeitpunkt jedoch von einer Namensänderung ab.

Für eine Umbenennung von Openbook in Openspace sieht Fernández für das soziale Netzwerk jetzt den richtigen Zeitpunkt. Einen Rechtsstreit mit Facebook könne sich das Unternehmen, dass sich aktuell mit Openbook in der Alpha-Phase befindet, aktuell nicht leisten.

Die Umbenennung biete zusätzlich die Möglichkeit, sich von den Erwartungen und dem Stigma zu lösen, die mit der Bezeichnung verbunden sind, und soll in den kommenden Wochen durchgeführt werden. Die neue Bezeichnung Openspace sei im Vorfeld auch namensrechtlich überprüft und entsprechend abgesichert, erklärte Fernandéz in einem Update auf Kickstarter.

Das soziale Netzwerk wurde in einem zweiten Anlauf über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich finanziert, nachdem ein erster Versuch scheiterte. Das Finanzierungsziel lag beim zweiten Versuch mit 30.000 Euro um 70.000 Euro niedriger gegenüber der erste Finanzierungsrunde, die vor Ablauf der Zeit gestoppt wurde. Openbook stellt die Nutzer in den Vordergrund, Werbung soll es nicht geben und der Code ist Open Source. Zum aktuelle Zeitpunkt gibt es eine offizielle Alpha-Version für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS, eine Browser-Version ist für dieses Jahr geplant.

Das in Communities und Kreisen organisierten Netzwerk erinnert in Teilen an das eingestellte soziale Netzwerk Google+. Zum aktuellen Zeitpunkt ist der Beitritt zu Openbook nur über Einladungen, finanzielle Unterstützung oder Wartelisten möglich. Die Beta-Version ist bereits in Planung und könnte nach Ablauf einer Indiegogo-Kampagne in einigen Wochen starten. Ob Openspace eine ernstzunehmende Konkurrenz von Facebook wird und wie sich das Unternehmen dauerhaft ohne Werbung finanzieren will, bleibt abzuwarten. (bme)