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Opera-Browser mit neuem Design

Eine "Wiedergeburt" kündigte Opera mit der heute erschienenen Vorabversion R3 an – und bringt stattdessen ein akzeptables Update seines bestehenden Designs.

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Opera-Browser mit neuem Design

Opera nach seiner "Wiedergeburt": Die Unterschiede fallen erst bei näherem Hinsehen auf.

Schon öfter hat Opera experimentierfreudige Surfer mit Browser-Konzepten überrascht, die sich erfrischend vom drögen Chrome-Firefox-Einheits-Look abheben – etwa Opera Ice, Opera Neon oder zuletzt Opera Touch. Entsprechend weckte das norwegisch-chinesische Unternehmen Erwartungen, als es die Version R3 ankündigte: "Reborn 3" sollte "den modernen Browser neu definieren, sowohl im Aussehen als auch in der Funktionalität", um als erster Desktop-Browser bereit fürs "Web 3" zu sein. Es gehe darum, den Inhalt in den Mittelpunkt zu stellen, statt von ihm abzulenken – ein Konzept, das Nutzern von Chrome, Firefox und Edge sehr bekannt vorkommen dürfte.

Wer nach diesen überspannten Ankündigungen Revolutionäres erwartet (oder befürchtet) hatte, sieht sich enttäuscht: Statt einem radikalen Neuentwurf zeigt R3 ein maßvolles, akzeptables Update seines bestehenden Designs. Beim Ausprobieren der heute veröffentlichten Vorabversion fällt es schwer, überhaupt Unterschiede zu einem aktuellen Opera 58 zu finden.

Auffallendste Neuerung ist, dass die Adresszeile in der umgebenden Leiste verschwindet, solange sie nicht aktiviert ist, und sich die Theme-Farben geringfügig geändert haben. Die Funktionen für einfache Einrichtung und Snapshots sind nicht mehr in der Seitenleiste zu Hause, sondern in der Adressleiste. Kontextmenüs orientieren sich stärker am Theme als an den Konventionen des Betriebssystems, haben im dunklen Theme also einen schwarzen Hintergrund.

Sollte Opera R3 doch noch mit Überraschungen aufwarten, werden wir es bald erfahren – die Veröffentlichung der finalen Version ist für nächstes Monat angekündigt.

Der Look des alten Opera, hier im Bild, unterscheidet sich kaum von seinem Nachfolger.

(ktn)