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Opera Reborn 3: Browser mit neuem Design und Krypto-Wallet

Die "Wiedergeburt" von Opera fällt etwas bescheiden aus: Das neue Design ist zwar schick, aber keine Revolution. Der Browser enthält zudem eine Krypto-Wallet.

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(Bild: Opera)

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Opera 60 will nichts weniger sein als ein "neuer Standard" unter den Browsern. Das aktuelle Update trägt deshalb den Codenamen "Reborn 3" – es geht also um eine Wiedergeburt, die dritte, diesmal in Form eines neuen "randlosen Designs". Es stellt die Web-Inhalt in den Mittelpunkt, anstatt von ihm abzulenken.

Nach dem Update erfolgt jedoch eine kleine Ernüchterung: So radikal anders ist das Aussehen der Bedienoberfläche dann doch nicht geraten. Hier und da sind Trennlinien verschwunden, aber Revolutionäres gibt es nicht. Auffallendste Neuerung ist die Adresszeile: Sie verschwindet in der umgebenden Leiste, solange sie nicht aktiviert ist. Schick ist der alternative Browser allemal.

Opera will das sogenannte Web 3 weiterbringen und verfügt deshalb über eine integrierte Kryptogeld-Wallet. Sie erlaubt den Nutzern die Transaktion von Blockchain-basierten Währungen. Derzeit wird die Kryptogeldplattform Ethereum unterstützt, weitere Kryptowährungen sollen noch folgen. Die Idee hinter dem Web 3 ist ein dezentrales Internet, in dem die Informationen in den Händen der Nutzer bleiben und nicht in geschlossenen Plattformen verschwinden. Nutzer sollen dann über so einen Browser mit Wallet sogenannte DApps (dezentralisierte Applikationen) nutzen können, also Webanwendungen mit Blockchain-Backend.

Opera schreibt in seinem Blog: "VPN-Service, Adblocker und Krypto-Wallet machen Opera zum einzigen modernen Browser, der den Nutzern die volle Kontrolle über ihr digitales Leben gibt." Die Android-Fassung des Browsers verfügt bereits seit einer Weile über eine Krypto-Wallet. Opera synchronisiert die Wallets und Transaktionen zwischen Mobil- und Desktop-Browser. Die Funktion soll bald auch in der iOS-App zu finden sein.

Opera startete außerdem eine kleine Kampagne im Scifi-Look: "Escape" soll den Nutzern aufzeigen, wie sie Kontrolle über ihr digitales Leben (zurück)gewinnen können. In erster Linie richtet sich die Marketing-Aktion an Europäer: Sie sollen verstehen, dass sie die freie Browser-Wahl haben.

Erst im März hatte Google angekündigt, den Android-Nutzern ihre Wahlfreiheit deutlicher vor Augen zu führen – es muss schließlich nicht immer Chrome sein. Damit reagierte Google auf die Kritik der Europäischen Kommission und deren Strafen. Opera jedenfalls steht als Alternative zum Browser-Marktführer Chrome bereit. Den Browser gibt es für Windows, Linux und macOS. Alle Änderungen und Neuerungen in Version 60 stehen im Changelog. (dbe)