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Opera Unite ist fertig

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Ab sofort steht Version 10.10 des Opera-Browsers für Windows, Mac OS und Linux zum Download bereit. Die Neuerung gegenüber Version 10.0 ist der integrierte Webserver Unite, der Anwendungen auf Grundlage von JavaScript ausführt und auf der Festplatte gespeicherte Daten direkt im Web bereitstellen kann. Haupteinsatzzweck von Unite ist einfaches Filesharing in einem privaten Umfeld, ohne dass dazu der Umweg über ein soziales Netzwerk oder eine andere Website notwendig wäre. Ein Knopfdruck oder das Beenden des Browsers genügt, um die Daten wieder aus dem Netz zu nehmen. "In einer Zeit, in der wir die Kontrolle über unsere persönlichen Daten weitgehend an Dritte weitergegeben haben, gibt uns Opera Unite wieder die Freiheit darüber zurück, selbst zu entscheiden, auf welche Weise wir Daten weitergeben, die nur uns persönlich gehören", bewirbt Opera-CEO Jon von Tetzchner die neue Funktion.

Im Lieferumfang enthalten sind ein halbes Dutzend Anwendungen: ein "Kühlschrank" für Notizzettel, ein Filesharing-Programm, ein Medienplayer, eine Fotogalerie, ein Instant-Messenger und eine Webserver-Anwendung, die HTML-Seiten aus einem lokalen Verzeichnis bereitstellt. Auf den Opera-Seiten stehen derzeit etwa 25 weitere Unite-Anwendungen zur Installation bereit, die meisten davon aus dem Bereich Filesharing, aber auch für Streaming, Synchronisation, Chat, Notizen und sogar für die Kopplung von Unite mit einem lokal installierten Skriptsprachen-Interpreter. Damit mehr Anwendungen dazukommen, hat Opera einen Entwickler-Wettbewerb ausgerufen. Technisch gesehen basiert Unite auf der Widget-Engine des Browsers, die Standard-Webtechniken und einige spezifische JavaScript-Objekte interpretiert. Unite läuft in einer Sandbox und kann nur auf das vom Nutzer für die jeweilige Anwendung freigegebene Verzeichnis zugreifen.

Unite-Dienste lassen sich über http://[Rechnername].[Benutzername].operaunite.com/[Anwendung]/ im Web ansprechen – auch mit anderen Browsern. Dieser Server fungiert allerdings nur als Proxy und speichert keine Daten; der Benutzer kann auch eine andere Domain als Zugriffsadresse einrichten. Der Zugriff ist wahlweise öffentlich oder passwortgeschützt; jede einzelne Anwendung lässt sich getrennt an- und abschalten. Per Default ist Unite nicht aktiv – wer den eingebauten Server nicht braucht oder Sicherheitsbedenken hat, sollte auch keine Probleme damit haben. Um Unite über die Standard-Domain operaunite.com zu nutzen, ist ein Opera-Account notwendig. (Herbert Braun) / (heb)

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