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Opera hat vermutlich einen Käufer gefunden

Im August 2015 gab der Browser-Hersteller Opera bekannt, dass er "strategische Alternativen" suche, um seine Anteilseigner besser zu entlohnen. Es wurde für den Verkauf votiert. Nun könnte der bevorstehen.

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(Bild: Opera)

Der norwegische Browser-Hersteller Opera hat vermutlich einen Käufer gefunden. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor, welche sie am Dienstag veröffentlichte. Dort heißt es, dass ein Konsortium chinesischer Internetfirmen an einem Aufkauf aller Aktien interessiert ist. Zu ihnen gehören Beijing Kunlun Tech und Qihoo 360 Software, die von den Investmentfonts Golden Brick Silk Road und Yonglian unterstützt werden.

Der Fonds hat 10,5 Milliarden Kronen (etwa 1,1 Milliarden Euro) angeboten. So würden pro Aktie etwa 71 Norwegische Kronen bezahlt – wodurch das Angebot 56 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage liege. Der Vorstand von Opera hat einstimmig für das Angebot votiert und rät den Anteilseignern zur Annahme. Die großen Anteilseigner, die rund 33 Prozent der Aktien halten, haben das Angebot auch schon befürwortet.

Opera hofft auf eine Win-Win-Situation. So könnte das Unternehmen die Kunlun- und Qihoo- Nutzer hinzugewinnen, gleichzeitig könnte Kunlun und Qihoo ihre Produkte auch den Opera-Nutzern schmackhaft machen. Kunlun verdient sein Geld unter anderem mit Mobile-Gaming, hat im Januar 2016 aber auch die us-amerikanische Dating-Plattform Grindr gekauft. Qihoo bietet verschiedene Sicherheitslösungen und den 360 Browser an. Das Unternehmen finanziert sich hauptsächlich durch Online-Werbung.

Lars Boilesen, Chef von Opera, erklärte, dass er das Konsortium mit seiner umfangreichen Expertise und "starken Marktstellung in aufstrebenden Märkten" für einen "starken" Eigentümer hält. Die Übernahme könnte das anvisierte Wachstum von Opera "beschleunigen".

Vor einem Verkauf müssen aber noch einige Entscheidungen getroffen werden. So muss sich Kunlun etwa noch abschließend für die Kaufabsicht in einem Meeting aussprechen. Diese Entscheidung wird für Anfang März erwartet. Mit einem konkreten Angebot des Konsortiums rechnet Opera für Mitte März. Spätestens ab dann sollen auch die Übernahme-Details ausgehandelt werden

Opera sucht seit Anfang August 2015 nach Käufern. Das Unternehmen will seinen Anteilseignern höhere Renditen verschaffen. Die Investment-Banker von Morgan Stanley stehen dem Unternehmen bei den Verkaufsplänen zur Seite. (kbe)