Opera im Turbo-Modus [Update]

Eine neue Funktion in der Preview-Version von Opera 10 leitet auf Wunsch die angeforderten Inhalte durch einen komprimierenden Proxy und reduziert das Datenaufkommen im Schnitt auf ein Drittel.

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Von
  • Herbert Braun

Die Turbo-Funktion von Opera 10 erzeugt zwar Artefakte bei den Grafiken, reduziert aber das Download-Volumen im Schnitt auf ein Drittel.

(Bild: Screenshot)

Opera Labs hat heute den Download-Beschleuniger Turbo vorgestellt, der als Teil der Preview von Opera 10 zum Download bereitsteht. Bei dieser Beschleunigungstechnik, die der Benutzer über eine Schaltfläche links unten auf der Statusleiste an- oder abschaltet, leitet Opera alle Anfragen über einen Proxy – ähnlich wie beim Mobilbrowser Opera Mini. Anders als bei diesem bleiben Texte, Skripte und Layouts unverändert, nur Bilder werden komprimiert und zeigen teilweise erhebliche Artefakte. Inhalte, die ein Plug-in erfordern, müssen teilweise explizit per Klick aktiviert werden (ähnlich wie bei der Firefox-Erweiterung Flashblock).

Opera Turbo empfiehlt sich daher vor allem, wenn die Bandbreite zu wünschen übrig lässt oder teure Volumenpreise anfallen, etwa beim Surfen von unterwegs oder bei ausgelastetem WLAN. Mit aktiviertem Turbo gehen etwa beim Aufruf der Startseite von Heise online rund [Korrektur] 250 KByte weniger durch die Leitung, was das Download-Volumen auf deutlich weniger als die Hälfte reduziert. Beim Test erinnerte allerdings Operas Proxy-Server mit gelegentlichen Hängern daran, dass es sich hier um einen experimentellen Dienst handelt. Personenbezogene Daten würden dabei nicht gespeichert, betont Opera. Per HTTPS übertragene Inhalte laufen nicht durch den Proxy. (heb)