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Operation "Himmel": Bundesweite Ermittlungen wegen Kinderpornografie

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In einer der größten Ermittlungsaktionen gegen Besitzer von Kinderpornografie hat die Polizei derzeit bundesweit mehrere tausend Verdächtige im Visier. Die Berliner Polizei bestätigte am gestrigen Montag gegenüber dpa umfangreiche "Ermittlungen in einem Großkomplex". Die Federführung liege bei der Staatsanwaltschaft und Polizei in Berlin, die eng mit den zuständigen Behörden in zahlreichen Bundesländern zusammenarbeiteten. Die Ermittlungen hatte die beteiligte Staatsanwaltschaft in Halle zuvor gegenüber dem MDR bestätigt.

Insgesamt wird Berichten zufolge bereits seit Monaten unter dem Namen "Operation Himmel" gegen insgesamt 12.000 Verdächtige ermittelt. Die Ermittlungen seien aufgrund der Hinweise eines Berliner Internetproviders aufgenommen worden. Der habe auffälligen intensiven Datenverkehr auf einigen Servern festgestellt und dort kinderpornografisches Material entdeckt. Daraufhin schaltete das Unternehmen die Polizei ein. Nach intensiven Ermittlungen gaben die Strafverfolgungsbehörden in Berlin die Verfahren dann an die jeweils zuständigen Bundesländer ab.

Aufgrund der Masse der Verfahren sind erst einige Ermittlungen abgeschlossen worden und erste Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Verdächtigen durchgeführt worden. So sollen bei der Staatsanwaltschaft Halle rund 325 Fälle weitgehend abgeschlossen sein. In Baden-Württemberg sollen 1700 Fälle bearbeitet werden, der Sprecher des bayrischen Landeskriminalamtes bezifferte die Anzahl der Ermittlungen in Bayern gegenüber Spiegel Online auf über 1000. Die Ermittler befürchten nun, dass durch das vorzeitige Bekanntwerden der Ermittlungen weitere Verdächtige gewarnt sind und Beweise vernichten könnten. (vbr)