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Opteron-Cluster unter Linux für Formel-1-Team Sauber Petronas

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Das Formel-1-Team Sauber Petronas und AMD haben eine Technologie-Partnerschaft geschlossen, in derem Rahmen AMD "Technologie im Computer-Bereich" an Sauber Petronas liefert.

Das Schweizer Formel-1-Team setzt unter anderem künftig auf einen Linux-Cluster mit AMDs Opteron-Prozessoren. Das System soll zu Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über das aerodynamische Verhalten von Rennfahrzeugen genutzt werden -- auf dass Giancarlo Fisichella künftig öfter einmal noch weiter vorne liegt als bei seinem vierten Platz am vergangenen Wochenende in Kanada.

Sauber erklärte, man verspreche sich von der Entscheidung für eine Lösung mit Opteron-Prozessoren Fortschritte speziell auf dem Gebiet der computergestützen Strömungsberechnung. Das Cluster-System mit AMD-CPUs haben den Vorteil, 32- und 64-Bit-Software gleichzeitig einsetzen zu können; es sei derzeit die schnellste in diesem Bereich verfügbare Lösung.

Diese Ansicht unterstrich Franklin Dallmann, Vice President beim Schweizer Cluster-Spezialisten Dalco. Die Firma hat das System für Sauber Petronas gebaut; Dallmann betonte, es handele sich um die mit Abstand leistungsfähigste Maschine in der Schweiz und die schnellste im Formel-1-Zirkus; das System sei zudem der schnellste Linux-Cluster, der momentan in der Automobilindustrie eingesetzt werde. Den Projektumfang für das Sauber-Petronas-System bezifferte Dallmann mit 7 Millionen Schweizer Franken (rund 4,6 Millionen Euro).

Das System arbeitet mit AMDs Opteron 248 (2,2 GHz Takt); insgesamt werkeln 530 CPUs in dem Cluster, der mit insgesamt 1 TByte DDR400-Hauptspeicher sowie 21.200 GByte Festplattenkapazität für den normalen Systembetrieb ausgestattet ist. Für die Anwendungen etwa in der Strömungssimulation kommt Fluent-Software zum Einsatz.

Als Linux-System für solche Cluster setzt Dalco entweder Red-Hat- oder Suse-Distributionen ein; im Fall von Sauber Petronas entschied man sich für die Linux-Distribution von Suse, da die Novell-Tochter schon sehr früh Erfahrungen mit den AMD-64-Bit-CPUs gesammelt habe und daher momentan die besten Resultate liefere. Der Cluster schafft 2,332 Billionen Operationen pro Sekunde, auf Grund der Verschwiegenheit der Formel-1-Teams seien Benchmark-Zahlen zu dem System bislang aber nicht veröffentlicht worden, hieß es bei Dalco. (jk)