Optochip überträgt ein Terabit pro Sekunde

Durch 48 Löcher in IBMs Holey Optochip leuchten Laser und erzielen damit insgesamt eine bisher nicht erreichte Datenübertragungsrate.

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Von
  • Harald Bögeholz

Auf der Optical Fiber Communication Conference in Los Angeles haben Forscher von IBM einen Optochip vorgestellt, der über Glasfaser eine Datenübertragungsrate von einem Terabit pro Sekunde erzielen soll. Möglich wird das durch 48 parallele Übertragungskanäle: Auf dem Chip sind jeweils 24 Photodioden als Empfänger und Laser als Sender integriert.

Durch die Löcher im Silizium erkennt man die Photodioden und Laser (VCSEL).

(Bild: IBM)

IBM nennt den Chip "holey" (löchrig, nicht heilig) was er dem Fertigungsprozess verdankt: Aus einem in 90-Nanometer-Technik produzierten CMOS-Transceiver-IC wird durch die Fertigung von 48 Löchern im Silizium-Substrat ein "Holey Optochip"; das lässt sich für einen ganzen Wafer in einem Rutsch erledigen. Anschließend werden "flip-chip" auf die Rückseite die Arrays von je 24 VCSEL (vertical cavity surface emitting laser) und Photodioden aufgelötet. Ein einzelner Chip misst dann nur 5,2 mm × 5,8 mm. Ein mögliches Einsatzgebiet sind Interconnects für Supercomputer. (bo)