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Oracle-Chef Mark Hurd ist gestorben

Oracle-CEO Mark Hurd ist einer Krankheit erlegen. Er wurde 62 Jahre alt und hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

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Mark Hurd 2010

(Bild: Oracle CC BY 2.0 (bearbeitet))

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Mark Vincent Hurd, einer der beiden Chief Executive Officer Oracles, ist am Freitag einer Krankheit erlegen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die Oracle-Mitgründer Larry Ellison auf Hurds Website veröffentlicht hat. Ellison beschreibt den Verstorbenen als "engen und unersetzlichen Freund. (… Wir alle bei Oracle) vermissen Marks scharfen Verstand und seine seltene Fähigkeit, zu analysieren, zu vereinfachen, und Probleme schnell zu lösen."

Der 1957 geborene Hurd begann seine Karriere 1980 als Verkäufer bei NCR und arbeitete sich dort bis zu den Ämtern des Präsidenten und des CEO hinauf. 2005 löste er Carly Fiorina als CEO Hewlett-Packards (HP) ab, kurz nach dessen Übernahme Compaqs. Er setzte auf Kostensenkungen, wobei er auch viele Stellen strich, kaufte EDS und 3COM hinzu, und baute HP zu einem breit aufgestellten IT-Konzern um.

In Hurds Amtszeit fiel auch die 2006 aufgeflogene Schnüffel-Affäre bei HP. Die Firma hatte Journalisten und Verwaltungsratsmitglieder illegal bespitzeln lassen. HP-Chef Hurd war offenbar über die Bespitzelungen im Bilde.

2010 musste der Manager zurücktreten, obwohl Untersuchungen den zwischenzeitlich erhobenen Vorwürf sexueller Belästigung entkräftigt hatten. Nur ein Monat später war Hurd wieder im Geschäft – als Präsident Oracles gemeinsam mit Safra Catz. 2014 überließ Ellison dem Duo Catz-Hurd auch den CEO-Posten. Unter dieser Leitung investierte Oracle in die Cloud und übernahm mehrere einschlägige Unternehmen.

Am 11. September 2019 trat Oracle-Chef Hurd überraschend in den Krankenstand, erholte sich aber nicht mehr. Er hinterlässt seine Frau Paula, einst selbst Managerin bei NCR, und zwei gemeinsame Töchter. (ds)