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Oracle kauft BEA Systems im zweiten Anlauf [Update]

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Der SAP-Konkurrent Oracle setzt seine aggressive Einkaufstour fort und übernimmt den US-amerikanischen Softwarespezialisten BEA Systems. Die erst im zweiten Anlauf erfolgreiche Übernahme bewertet BEA Systems mit 8,5 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro). Eine erste niedrigere Offerte von Oracle hatte das BEA-Management im vergangenen Jahr noch zurückgewiesen.

Oracle zahlt den BEA-Aktionären 19,375 Dollar je Aktie in bar. Dies teilte das Unternehmen heute mit. Der Konzern hatte zuvor stets betont, die ursprüngliche Übernahmeofferte von gut 17 Dollar nicht zu verbessern. Oracle ist der schärfste Wettbewerber des deutschen SAP-Konzerns, des Weltmarktführers bei Unternehmenssoftware.

Update:
Die Barreserven von BEA herausgerechnet, liegt der Kaufpreis bei 7,2 Milliarden Dollar. Der BEA-Verwaltungsrat stimmte bereits zu. Mitte des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen werden.

Die Übernahme gehört zu den größten in Oracles Geschichte. In den vergangenen Jahren kaufte der kämpferische Konzernchef Larry Ellison mehr als 30 Unternehmen und gab dafür ohne die jüngste Übernahme rund 25 Milliarden Dollar aus. Auch SAP gab inzwischen die jahrelang propagierte Zurückhaltung bei Zukäufen auf und übernimmt derzeit die französische Firma Business Objects für rund 4,8 Milliarden Euro.

BEA mit Sitz in San Jose (Kalifornien) und gut 4000 Beschäftigten ist als eines der letzten großen unabhängigen Softwarehäuser auf Middleware spezialisiert. Die Programme steuern die Kommunikation verschiedener Anwendungen untereinander und mit großen Rechnersystemen.

Produkte und Technik von BEA würden Oracle deutlich stärken, sagte Ellison. Experten zufolge gibt es aber auch Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen. BEA soll ab dem ersten vollen Jahr nach der Übernahme zum Gewinn bei Oracle beitragen, sagte Finanzchefin Safra Catz. (dpa) / (anw)