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Oracle mit weniger Umsatz und Gewinn

Cloud-Dienste machen immer noch einen geringen Anteil am Geschäft von Oracle aus, aber sie wachsen schnell und sind der Hoffnungsträger. Das klassische Geschäft schrumpft.

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(Bild: dpa, Ralf Hirschberger)

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Bei Oracle können auch starke Zuwächse der Cloud-Angebote weiterhin die Einbußen im traditionellen Geschäft nicht ganz ausgleichen. Im vergangenen Quartal sank der Konzernumsatz im Jahresvergleich um ein Prozent auf knapp 10,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn ging um zwei Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zurück, wie Oracle nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich dennoch um rund zwei Prozent zu: Oracle übertraf beim Umsatz die Erwartungen der Analysten.

Im Geschäft mit Cloud-Diensten sprang der Quartalsumsatz um 66 Prozent auf 690 Millionen Dollar hoch. Dazu gehören bei Oracle der Online-Zugang zu Programmen sowie zu Software-Werkzeugen, mit denen Apps gemanagt und Daten ausgewertet werden können. Für das laufende Quartal rechnet Oracle mit einem noch schnelleren Wachstum von bis zu 80 Prozent.

Oracles Co-Chefin Safra Catz wies in der Telefonkonferenz mit Analysten die Vorwürfe aus der Klage eines früheren Mitarbeiters zurück, wonach die Umsätze im Cloud-Geschäft künstlich aufgebläht worden seien. Die Buchhaltung sei "zu 100 Prozent korrekt" und sogar eher konservativ, sagte sie.

Im klassischen Geschäft gingen die Erlöse aus neuen Software-Lizenzen – ein wichtiger Indikator für die künftige Umsatzentwicklung – um zwölf Prozent auf rund 2,77 Milliarden Dollar zurück. Der von einigen Analysten angesichts des Umstiegs in die Cloud befürchtete Rückgang des Geschäfts mit Wartung von Oracle-Software blieb aus, der Umsatz hier legte um drei Prozent auf 4,81 Milliarden Dollar zu.

Die Hardware-Verkäufe schrumpften weiter mit einem Minus von elf Prozent auf 725 Millionen Dollar. Oracle hatte den Server-Spezialisten Sun Microsystems gekauft, doch das Geschäft läuft angesichts scharfer Konkurrenz zäh. (kbe)