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Oracle sieht sich gegenüber Konkurrenz im Vorteil

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Der amerikanische Softwarekonzern und SAP-Hauptkonkurrent Oracle hat mit Hilfe der andauernden Akquisitionswelle und des firmeninternen Wachstums im Geschäftsjahr 2006/2007 Umsatz und Gewinn stark erhöht. Oracle hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Firmen für insgesamt mehr etwa 25 Milliarden Dollar geschluckt. Konzernchef Larry Ellison hatte damit vor allem SAP, dem globalen Branchenführer bei Unternehmenssoftware, den Kampf angesagt. Oracle wiederum ist Nummer eins im Markt für Datenbank-Software.

Den Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr macht Oracle auf seiner Website dann auch mit gezielten Angriffen auf die Konkurrenz bekannt: Oracles Umsatz mit neuen Lizenzen weise eine Wachstumsrate von 32 Prozent auf, bei SAP habe sie sich 10 Prozent verlangsamt, heißt es etwa. Oder: Der Marktanteil bei Datenbanken sei für Oracle auf 47 Prozent gestiegen, der von IBM auf 21 Prozent gefallen. Insgesamt erzielte Oracle im abgelaufenen Geschäftsjahr jedenfalls einen Nettogewinn von 4,274 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 26 Prozent. Der Gewinn je Aktie legte von 64 auf 81 US-Cent zu. Der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 17,996 Milliarden Dollar.

Allein im vierten Quartal stieg der Gewinn um 23 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar oder von 24 auf 31 US-Cent je Aktie. Der Umsatz im Quartal stieg um 20 Prozent auf 5,828 Milliarden US-Dollar. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Oracle 37 Cent je Aktie und hat damit die Wall-Street-Erwartungen übertroffen.

Der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen, auch ein Indikator für die Durchsetzung von Oracles Vorhaben im Markt, stieg im vierten Quartal um 17 Prozent auf 2,481 Milliarden US-Dollar, das macht 43 Prozent des gesamten Umsatzes aus. Im Gesamtjahr konnte Oracle mit neuen Lizenzen 20 Prozent mehr Umsatz machen, mit 5,882 Milliarden US-Dollar lag dieser Wert bei 33 Prozent des Gesamtumsatzes. Laut Ellison betrug über die vergangenen 12 Monate gerechnet die Wachstumsrate bei den Lizenzumsätzen 32 Prozent; besonders im zweiten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs hatte Oracle aber noch über schwache Lizenzumsätze geklagt. Um markige Worte nie verlegen, betonte der Oracle-Chef nun, die Strategie seiner Firma, Innovation mit Akquisitionen zu kombinieren, schlage deutlich die Strategie von SAP, "alles selbst zu machen mit einer proprietären Programmiersprache aus der Ära der 70er-Jahre".

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Oracle in US-Dollar
(Das Geschäftsjahr beginnt jeweils mit dem Juni)

2/03 2,5 Mrd. 617 Mio.
3/03 2,5 Mrd. 635 Mio.
4/03 3,1 Mrd. 990 Mio.
1/04 2,2 Mrd. 509 Mio.
2/04 2,22 Mrd. 815 Mio.
3/04 3,0 Mrd. 540 Mio.
4/04 3,88 Mrd. 1,02 Mrd.
1/05 2,91 Mrd. 519 Mio.
2/05 3,3 Mrd. 798 Mio.
3/05 3,5 Mrd. 765 Mio.
4/05 4,85 Mrd. 1,30 Mrd.
1/06 3,6 Mrd. 670 Mio.
2/06 4,163 Mrd. 967 Mio.
3/06 4,414 Mrd. 1,033 Mrd.
4/06 5,828 Mrd. 1,604 Mrd.

(jk)