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Oracle unterstützt Kampagne gegen Googles Einfluss auf die Politik

Oracle gibt zu, das "Google Transparency Project" zu fördern. Die Initiative will aufdecken, inwieweit Google mit seiner Marktmacht Politik und Behörden manipuliert.

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Oracle

(Bild: dpa, Archiv)

Mit dem Ende April gestarteten "Google Transparency Project" will die nichtkommerzielle US-amerikanische Kampagnenorganisation Campaign for Accountability aufdecken, wie sich der Suchmaschinengigant in öffentliche Belange einmischt und Behörden und Abgeordnete in seinem Sinne beeinflusst. Bislang war unbekannt, wie sich dieses Projekt finanziert.

Das Wirtschaftsmagazin Fortune hat nun herausgefunden, dass Oracle die Kampagne gegen die Machenschaften von Google finanziell und ideell unterstützt. Oracle streitet nicht ab, sondern gibt offiziell zu, einer der vielen Unterstützer zu sein. Welche die anderen sind, bleibt weiterhin unklar.

Fortune und das Magazin Engadget wähnen hinter dem Scharmützel gegen Google eine Astroturfing-Kampagne. Astroturfing bezeichnet politische Public-Relations- und kommerzielle Werbeprojekte, die darauf abzielen, eine spontane Graswurzelbewegung vorzutäuschen. Für Rache spricht einiges, denn Oracle trägt einen harten Patentstreit mit Google aus, bei dem es um Java-APIs in Android geht. Bislang hält Oracle die schlechteren Karten. (jd)

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