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Oracle verlangt Milliarden von Google

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Der Rechtsstreit um das von Google initiierte mobile Betriebssystem Android spitzt sich zu: Der Softwarekonzern Oracle klagt seit vergangenem Jahr wegen Patentverstößen und Urheberrechtsverletzung bei der Verwendung von Java bei der Android-Entwicklung. Oracle sei ein Schaden entstanden, der in die Milliarden gehe, hieß es nun in einer am Donnerstag veröffentlichen Eingabe ans Gericht.

Oracle hat laut US-Medienberichten bei dem Bundesbezirksgericht in San Francisco gefordert, einen Antrag Googles auf Vertraulichkeit bestimmter Dokumente abzulehnen. Dabei geht es unter anderem darum, dass Google eine Analyse eines von Oracle zitierten Sachverständigen zu den finanziellen Ansprüchen des Unternehmens anzweifelt. Der Internetdienstleister will auch erreichen, dass seine Umsätze mit Werbung in dem Verfahren nicht berücksichtigt werden, denn dieser sei unabhängig von dem verwendeten Betriebssystem. In diesem Zusammenhang habe Oracle davon gesprochen, dass seine Ansprüche in die Milliarden gingen.

Oracle war durch die Übernahme von Sun in den Besitz der Rechte an der Programmiersprache Java gekommen. Mit der Klage wolle man nun von Google angemessene Entschädigungen und Abhilfen gegen weitere Rechtsverletzungen erreichen, hieß es bei Oracle. Es geht dabei unter anderem um die Patente 6,125,447, 6,192,476, 5,966,702 und 7,426,720. (anw)