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Oracle vs. Google: Apache Software Foundation soll aussagen

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Auf Initiative der Oracle-Anwälte hat das Bezirksgericht von Maryland die Apache Software Foundation in einer Vorladung aufgefordert, Dokumente für den Prozess zwischen Oracle und Google um die Verletzung von Java-Patenten und -Urheberrechten in Android bereitzustellen. Konkret geht es um die Verwendung von Code der Java-Implementierung Apache Harmony in Android und den erfolglosen Versuch der ASF, von Sun und später von Oracle das Java SE Technology Compatibility Kit zu akzeptablen Bedingungen zu lizenzieren, um Harmony als Java-kompatibel zertifizieren zu können. Die Apache Software Foundation will der Aufforderung bis zum 13. Mai nachkommen.

Oracle wirft Google vor, mit der Dalvik Virtual Machine (DVM) in Android "wissentlich, direkt und wiederholt das geistige Eigentum von Oracle verletzt" zu haben. Dalvik basiert laut Google auf der quelloffenen Java-VM Apache Harmony, nicht auf Oracles Java-Implementierung; die Apache Software Foundation hat dem allerdings widersprochen. Anwendungen für die DVM werden in Java geschrieben und zunächst in Java-Bytecode kompiliert, dann aber in einen speziellen Bytecode für die DVM übersetzt. Nachdem Google die Vorwürfe von Oracle zurückgewiesen hatte, hat der Datenbankriese seine Vorwürfe konkretisiert und inzwischen einen ersten Punktsieg vor Gericht errungen. Kleine Ironie am Rande: Java-Erfinder James Gosling arbeitet inzwischen bei Google, nachdem er vor gut einem Jahr bei Oracle ausgeschieden war. (odi)

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