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Oracle will neue Sun-Server vorstellen

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Obwohl Sun 2003 zu den Schlüsselpartnern beim Launch des AMD-Serverprozessors Opteron gehört hat, hat Oracle die Opteron-Maschinen schon länger nicht mehr aufgefrischt; Systeme mit den aktuellen 8- und 12-Kern-Opterons fehlen im Angebot. Auch die sechskernige Xeon-5600-Baureihe von Intel hat erst den Weg in einen einzigen Oracle-Server gefunden, den Sun Fire X2270 M2. Am kommenden Montag will der von Sun übernommene "Vice President of Systems", John Fowler, jetzt aber neue Maschinen mit Xeon 5600 und Xeon 7500 ankündigen.

Nach der Übernahme von Sun durch Oracle war es um die Server-Sparte des weltweit immerhin noch viertgrößten Server-Herstellers recht ruhig geworden. Das Server-Geschäft litt bei Oracle doppelt, nämlich einerseits unter der Wirtschaftskrise und andererseits offenbar unter der Unsicherheit der typischerweise sehr konservativen Server-Kunden über den Kurs der Sun-Hardware. Der von Gartner ermittelte Anteil der Sun-Maschinen am weltweiten Server-Umsatz ist jedenfalls im Jahresvergleich von 10,3 auf 5,6 Prozent im ersten Quartal 2010 abgesackt, nach Stückzahlen lieferte Oracle bloß noch 2 Prozent aller Geräte.

Dass der Marktanteil nach Umsatz höher liegt als nach Stückzahlen deutet darauf hin, dass Oracle vor allem teurere Maschinen verkauft hat, von denen viele mit UltraSPARC-Prozessoren bestückt sind; im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass vor allem das Geschäft mit den x64-Servern gelitten hat. Solche Maschinen gibt es ja auch von zahllosen anderen Anbietern, aber vor allem dürften sich die großen Sun-Konkurrenten HP, Dell, IBM und Fujitsu auf den x86-/x64-Marktanteil gestürzt haben. (ciw)