Menü

Oracles neue Sun-Server

vorlesen Drucken Kommentare lesen 70 Beiträge

Sun Fire X4800: 4 oder 8 Xeons auf 5 HE.

(Bild: Oracle)

Während die mittlerweile von Oracle geschluckte Firma Sun die Vorstellung neuer Hardware-Produkte oft mit erheblichem Presserummel orchestrierte, spielen neue Server und Netzwerkprodukte bei Oracle offenbar eine Nebenrolle. Ein kurzer Webcast und eine spezielle Webseite genügten, um immerhin vier überarbeitete Server mit je zwei Xeon 5600 (Sun Fire X2270 M2, X4170 M2, X4270 M2 und Blade X6270 M2), zwei komplett neue Maschinen mit vier oder bis zu acht Xeon 7500 (Sun Fire X4470 und X4800), ein neues Storage-Modul für das Blade-System 6000 (Sun Blade Storage Module M2) sowie 10-GBit/s-Ethernet-taugliche Switches mit bis zu 72 Ports anzukündigen.

Bei den Dual-Socket-Servern hat sich im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängern nicht sehr viel getan, jetzt kommen statt der Quad-Core-Xeons der Baureihe 5500 (Nehalem-EP) die bei anderen Server-Herstellern schon länger erhältlichen Hexa-Core-Xeons aus der 32-nm-Fertigung zum Einsatz (Westmere-EP). Außerdem hebt Oracle die weiter verbesserten Management- und Fernwartungsfunktionen hervor sowie den Einsatz von Flash-Speicher, entweder in der üblichen Form von Solid-State Disks (SSDs) oder aber als PCI-Express-Karte Sun Flash Accelerator F20.

Ganz neu ist der 3 Höheneinheiten (HE) hohe Quad-Socket-Server Sun Fire X4470; beim Vorgänger X4450 war Sun noch besonders stolz auf die Unterbringung in nur 2 HE gewesen. Mit der Fire X4800 hat Sun jetzt erstmals eine Xeon-Maschine mit bis zu acht Prozessoren, wie es sie bei IBM schon seit Jahren und bei HP bald gibt. Je zwei Xeon 7500 sitzen hier in einem Einschub, von denen die Fire X4800 zwei oder vier aufnimmt. Als maximalen Hauptspeicherausbau der Fire X4800 nennt Oracle 1 TByte in Form von 128 (8-GByte-)Speichermodulen; bei HP und IBM ist mit 16-GByte-DIMMs das Doppelte möglich und bei IBM dank MAX5 noch mehr.

Im Online-Shop nennt Oracle auch Preise für die neuen Maschinen; überraschenderweise ist dort eine Einstiegskonfiguration des Sun Fire X2270 M2 mit 3962 US-Dollar etwas teurer als die – bis auf die fehlende Festplatte – sehr ähnlich ausgestattete Fire X4170 M2 (3553 US-$). Ungewöhnlich ist auch die Basiskonfiguration mit jeweils einem einzigen 4-GByte-Speicherriegel – die Xeon-5600-Prozessoren besitzen dreikanalige Speicher-Controller und erreichen deshalb erst mit jeweils drei DIMMs ihre volle Datentransferrate.

Neue Server mit AMD-Opteron-Prozessoren hat Oracle wie erwartet nicht angekündigt. (ciw)