Orange kommt nach Österreich

Unter dem Motto "Hallo Europa" stellt der neue Wettbewerber auf dem umkämpften österreichischen Mobilfunkmarkt sein Tarifpaket vor.

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Von
  • Daniel AJ Sokolov

Orange, Marktführer am europäischen Mobilfunkmarkt, ist ab kommendem Montag auch auf dem stark umkämpften österreichischen Markt vertreten. Der drittgrößte Netzbetreiber One, an dem Orange einen 35 Prozent Anteil hält, wird in Orange Austria Telecommunication GmbH umbenannt. CEO Michael Krammer hat am heutigen Freitag die ersten Orange-Tarife vorgestellt. Er versucht, mit Internationalität zu punkten und ermöglicht deutliche Kostensenkungen für Gespräche ins europäische Ausland und daselbst.

Der Nachfolger des Tarifs Große Plaudertasche heißt Hallo Europa 0. Für unverändert 25 Euro monatliche Grundgebühr kann man monatlich 1000 Minuten lang telefonieren – aber statt bisher nur zu österreichischen Netzen fortan auch in alle Fest- und Mobilfunknetze der EU (ausgenommen Französisch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und Reunion), der Schweiz, Liechtensteins und Norwegens. Das einzige ähnliche ihm bekannte Angebot in Europa sei jenes der Gold-Karte von Base in Deutschland, erläuterte Krammer, der früher CEO von E-Plus war. Dieser Tarif kostet jedoch mit diversen Zusatzleistungen 150 Euro pro Monat. Zu diesem Preis ließen sich in Österreich schwerlich Kunden finden.

Hallo Europa SMS kostet monatlich zehn Euro extra, dafür sind auch 1000 SMS in die genannten Länder gratis. Hallo Europa 5 ist grundgebührenfrei und bietet bei einem Mindestgesprächsumsatz von 10 Euro monatlich Gespräche in alle österreichischen Netze und die Festnetze der genannten europäischen Länder um 5 Cent pro Minute, in die europäischen Mobilnetze kostet jede Minute 10 Cent. Abgerechnet wird in allen drei Tarife im 60/30-Takt. Kunden bis 27 Jahre erhalten zusätzlich ein monatliches Kontingent an Gratis-SMS. Wertkartenkunden, die einstellige monatliche Paketgebühren in Kauf nehmen, können billiger SMS schicken und günstiger zu Orange und ins Festnetz telefonieren.

Bestands- und Neukunden können außerdem aus Zusatzpaketen für günstige Gespräche in die EU (auch für Wertkarten-Nutzer) oder die Türkei oder nach Südosteuropa (Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Kosovo) wählen. Das Paket Europa aktiv bietet für 5 Euro monatlich 100 Minuten kostenloses Passivroaming in der EU, Aktivroaming kostet damit dort nur mehr 34 Cent pro Minute (24 Monate Mindestvertragsdauer). Zusatzpakete mit inkludiertem Datentraffic gibt es auch für Endgeräte mit GPS-Navigation, Blackberrys, iPhones und das neue Nokia N96 (inklusive mobilem Fernsehen DVB-H).

Für den stark wachsenden Markt der mobilen Breitbandanschlüsse bietet Orange einen neuen Tarif ohne Grundgebühr oder Mindestumsatz an. Pro Tag, an dem der Kunde online geht, fällt ein Euro an. Nach wie vor gibt es einen Volumentarif mit 15 GByte ab 15 Euro monatlich. Werden mehr als 6 GByte in einem Monat übertragen, reduziert sich die Bandbreite. Das HSDPA-Netz von Orange wurde kürzlich auf bis zu 3,6 Mbit/s beschleunigt, der schnellere Upload HSUPA (bis 1,58 Mbit/s) soll ab Anfang Oktober im gesamten UMTS-Netz verfügbar sein.

Vorwahl und Tarife der Bestandskunden bleiben gleich, die zuletzt beworbenen One-Preismodelle können noch bis Monatsende neu aktiviert werden. Bei Anmeldung bis Ende Jänner 2009 entfällt bei allen genannten Tarifen mit Rechnungslegung (Postpaid) die Grundgebühr in den ersten sechs Monaten der 24-monatigen Mindestvertragsdauer.

Siehe dazu auch:

(Daniel AJ Sokolov) / (vbr)