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Ordnungsverfahren gegen SCO eingeleitet [Update]

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Die in Bonn ansässige Tarent GmbH hat ein Ordnungsverfahren gegen SCO Deutschland beantragt. Tarent hatte, ebenso wie Univention, eine einstweilige Verfügung gegen SCO erwirkt. Sie verbietet dem Unternehmen, weiterhin zu behaupten, Linux verletze SCO-Schutzrechte an Unix. SCO hatte seine deutsche Website daraufhin zunächst vom Netz genommen; gestern war www.sco.de in einer bereinigten Fassung wieder online gegangen. Dennoch waren die beanstandeten Äußerungen weiterhin über das HTTPS-Protokoll zugänglich: Der Brief, in dem SCO 1500 kommerziellen Linux-Anwendern Mitte Mai mögliche rechtliche Konsequenzen aufgrund der behaupteten Rechtsverletzungen durch den Linux-Einsatz angedroht wurden, tauchte hier unter der URL https://www.sco.de/scosource/letter_to_partners.html auf.

Mittlerweile hat SCO das Schreiben komplett vom Server genommen, sodass es auch via HTTPS nicht mehr zugänglich ist. Hans Bayer, Geschäftsführer von SCO Deutschland, erklärte dazu, man habe "alles Menschenmögliche unternommen", um der einstweiligen Verfügung vollständig gerecht zu werden. "Unsere Intention war, uns konform zu verhalten", so Bayer gegenüber c't. Die Seiten von www.sco.de würden jedoch in den USA gehostet. Das vollständige "Reinigen" der Website habe sich daher etwas komplizierter gestaltet. Der Verstoß gegen die einstweilige Verfügung sei nicht vorsätzlich geschehen. (odi)