Originalaufnahmen der ersten bemannten Mondlandung bleiben verschollen

Trotz intensiver Suche hat die NASA zahlreiche Magnetbänder mit Daten ihrer Apollo-Missionen bislang nicht auftreiben können.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die US-Raumfahrtbehörde NASA findet die Originalaufnahmen der ersten Landung von Menschen auf dem Mond nicht mehr. Auch nach einem Jahr Suche seien die Magnetbänder mit Bildern der Apollo-11-Mission aus dem Jahr 1969 nicht wieder aufgetaucht, teilte NASA-Sprecher Grey Hautaloma gegenüber US-Medien mit. Insgesamt seien 700 Behälter verschwunden, die Speichermedien mit Daten von Apollo-Missionen enthalten. Das Material hatte das Nationalarchiv der Vereinigten Staaten Ende der 70er-Jahre an die NASA zurückgegeben.

"Wir sind aber nicht beunruhigt, da wir alles, was auf den Bändern zu sehen ist, zumindest in Form von Kopien haben", erklärte der NASA-Sprecher. Hautaloma bezieht sich dabei auf die damalige Aufbereitung des Bildmaterials: Um den Erfolg der US-Astronauten weltweit präsentieren zu können ("Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit"), wurden die mit den TV-Standards der 60er-Jahre inkompatiblen Original-Videosequenzen von einem Monitor abgefilmt und dann den Fernsehsendern zur Verfügung gestellt.

Nicht zuletzt wegen der daraus resultierenden deutlich schlechteren Bildqualität wurde später immer wieder die Verschwörungstheorie über die so genannte Mondlandungslüge laut: Die Mondlandungen zwischen 1969 bis 1972 hätten gar nicht stattgefunden, sondern seien in einem Filmstudio nachgestellt worden. Im Kalten Krieg habe die US-Regierung damit unter anderem einen (vorgetäuschten) Technologie-Sieg über die Sowjetunion feiern wollen. Den Gegenbeweis könnten aber womöglich auch die Original-Bilder nicht liefern, sollten sie denn wieder auftauchen: Nach nahezu vier Jahrzehnten dürfte der Zahn der Zeit stark an den Magnetpartikeln genagt haben. (pmz)