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Ortsnähe vorgetäuscht: Bundesnetzagentur schaltet 264 weitere Rufnummern ab

Ein Handwerksunternehmen hatte mit Rufnummern Ortsnähe vorgetäuscht. Dagegen ist die Bundesnetzagentur nun eingeschritten.

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Ortsnähe vorgetäuscht: Bundesnetzagentur schaltet 264 weitere Rufnummern ab

(Bild: dpa, Marc Müller)

Die Bundesnetzagentur hat die Abschaltung von 264 Rufnummern angeordnet, mit denen ein Unternehmen für Handwerkerdienste den Verbrauchern eine Ortsnähe vorgegaukelt hatte. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Telefonnummer im eigenen Vorwahlbereich zu einem Unternehmen vor Ort führt", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Aufsichtsbehörde werde deshalb auch weiterhin entschieden gegen Unternehmen vorgehen, die Ortsansässigkeit vortäuschten.

Manche Handwerksbetriebe geben in Werbeanzeigen Telefonnummern mit einer lokalen Ortsvorwahl an, obwohl sie gar nicht in der Umgebung sitzen. Tatsächlich werden die Anrufe zur Zentrale weitergeleitet. Damit können beispielsweise hohe Kosten für die Anfahrt der Handwerker anfallen. Im vorliegenden Fall hatte ein Anbieter für Handwerksdienste mit Ortsnetzrufnummern für seine Dienste geworben, obwohl er in den jeweiligen Orten überhaupt keine Niederlassungen hatte.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte die Bundesnetzagentur aus dem gleichen Grund angeordnet, 52.000 Ortsnetzrufnummern abzuschalten. Insbesondere Dienste, die in Not- und Sondersituationen benötigt werden, wie Schlüsseldienste, Kanalreiniger und Haushaltsauflöser, würden teilweise rechtswidrig mit Ortsnetzrufnummern werben, um Kunden zu gewinnen, denen eine örtliche Nähe des Auftragnehmers wichtig ist, erläuterte die Bundesnetzagentur. (dpa) / (anw)

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