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Osram kauft US-Firma für Gesichtserkennung Vixar

Das Geschäft mit der Beleuchtung ist schwierig geworden – so sind die vor wenigen Jahren modernen Halogen- und Xenon-Lampen heute schon wieder passé. Eine Folge: Osram befindet sich in dauerndem Umbau.

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Osram kauft US-Firma für Gesichtserkennung Vixar

(Bild: vixarinc.com)

Osram hat für eine nicht genannte Summe das kleine US-Unternehmen Vixar gekauft, wie Osram-Vorstandschef Olaf Berlien am Donnerstag sagte. Vixar ist spezialisiert auf 3D-Gesichtserkennung, ein Anwendungsbereich ist die automatische Entsperrung von Handys "auf buchstäblich einen Blick", wie Berlien sagte. "Wir sind in ganz konkreten Verhandlungen mit einem Anbieter von Smartphones."

Grundlage der Technik sind spezielle Laserdioden (VCSEL). VCSEL ist vor allem für Identifikationsanwendungen in mobilen Endgeräten bekannt, kann aber auch zur Gestenerkennung und Abstandsmessung genutzt werden. Dabei reichen die Anwendungsgebiete von Medizin über Industrie bis hin zum Automobilbereich.

Sprungbrett in die optische Sicherheitstechnik

Die Übernahme soll ein Sprungbrett sein, der Osram-Chef stellte eine Vervielfachung der Umsätze mit optischer Sicherheitstechnik von derzeit 15 Millionen auf 200 Millionen bis 300 Millionen Euro pro Jahr in Aussicht. Ein weiteres Anwendungsgebiet wären laut Berlien etwa Zugangskontrollen in Hochsicherheitsbereichen.

Neben Vixar übernimmt Osram noch Fluence Bioengineering, ein weiteres US-Unternehmen mit einer speziellen Marktnische. Fluence stellt LED-Beleuchtung für Gemüse- und Arzneipflanzenanbau her.

Die erste Hälfte des Geschäftsjahrs lief bei Osram weniger gut als erhofft, das Münchner Unternehmen hat deswegen bereits die Erwartungen für dieses Jahr heruntergesetzt. Berlien machte dafür vor allem den zum US-Dollar vergleichsweise starken Euro verantwortlich. "Vor allem Währungseffekte haben deutliche Bremsspuren hinterlassen." Wegen anhaltender Verluste will Osram in diesem Jahr sein US-Geschäft mit Beleuchtung für Bürogebäude, Fabriken und Straßen verkaufen. Der langfristige Trend sei aber intakt, sagte Berlien. (mit Material der dpa) / (anw)

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