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Outdoor-Smartphone Cat S52: Robust mit mehr Stil

Robuste Smartphones sind hart im Nehmen aber selten schick. Das Cat S52 soll mit schlankerem Design und besserer Ausstattung neue Zielgruppen ansprechen.

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(Bild: Bullit Mobile)

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Outdoor-Smartphones sind vor allem beliebt, weil sie Schmutz und Stürze aushalten. Schnelle Prozessoren und gute Kameras stehen ebenso wie ein schickes Design weiter hinten auf der Haben-Liste. Mit dem Cat S52 möchte Hersteller Bullitt Mobile nicht nur äußerlich attraktiver sein als die einschlägige Konkurrenz, sondern mit ordentlicher Ausstattung auch technisch auf Höhe der Zeit.

So kommt das S52 optisch weniger martialisch her als die Outdoor-Konkurrenz und viele bisherige Cat Smartphones. Ein schlankeres Gehäuse, abgerundete Ecken und Kanten sowie ein Hauch weniger Displayrand verraten die Herkunft zumindest nicht auf den ersten Blick.

Die Fähigkeit, Dreck und Stöße auszuhalten, soll dennoch erhalten bleiben: Stürze aus 1,5 Metern auf Beton steckt es dem Hersteller zufolge ebenso weg wie 1,5 Meter tiefes Wasser und Staub (IP68-Zertifizierung). Im Gegensatz zu den meisten Smartphone-Herstellern schließt Bullitt Wasserschäden nicht in den Garantiebedingungen aus. Wärme und Kälte sollen ebenso wie Temperaturschocks keine Probleme machen, getestet wurde das Gerät zwischen -30 und 65 Grad Celsius.

Ein wenig sieht man auch dem Cat S52 seine Robustheit an, der Hersteller reduziert aber die Baustellen-Optik.

(Bild: Bullit Mobile)

Aus ästhetischen Gründen sind die Gummiklappen vor den Anschlüssen weggefallen, wasserfest sollen die aber dennoch bleiben. Vorhanden sind ein Kopfhöreranschluss und eine USB-Typ-C-Buchse (USB 2.0), dazu gibt es auf Funkseite LTE, 11ac-WLAN (WiFi 5), Bluetooth 5.0 und NFC.

Ein Novum bei Cat ist der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. Bislang fehlte der aus Angst vor Defekten, beim S52 soll er aber in einer Vertiefung ausreichend geschützt sein. Die Gehäuserückseite besteht aus Kunststoff mit einer Gummierung für den Halt. Ein Aluminiumrahmen sorgt für Stabilität; die Schrauben an den Seiten sind aber für die Optik, selber reparieren lässt sich dort nichts. Auf der Frontseite kommt Gorilla Glas 6 zum Einsatz, ein leicht erhöhter Gehäuserand schützt das Display zusätzlich vor direkten Einschlägen.

Der Bildschirm misst 5,7 Zoll in der Diagonale und nutzt das beliebte 2:1-Format (alias 18:9). Die Auflösung ist mit 1440 × 720 Pixeln allerdings eher grob und gerade noch untere Mittelklasse. Hardware-Tasten unter dem Display für die Android-Navigation gibt es nicht mehr, die Bedienung des Touchscreens mit nassen Fingern und Handschuhen soll aber wie gehabt funktionieren.

Weniger peinlich: Das Cat S52 soll man auch mal im Café auspacken können.

(Bild: Bullit Mobile)

Im Gehäuse steckt ein Mediatek Helio P35 mit acht Cortex-A53-Kernen und bis zu 2,3 GHz. Die CPU-Kerne locken in Sachen Performance niemanden hinter dem Ofen hervor, sind aber zumindest energiesparend. Angemessen groß sind die 4 GByte Arbeitsspeicher, ebenso wie die üppigen 64 GByte interner Speicher. Letzterer kann mit einer MicroSD-Karte ergänzt werden. Die hat praktischerweise ihren eignen Slot und muss beim Dual-SIM-Betrieb ihren Platz nicht für die zweite Nano-SIM-Karte räumen.

Mit 9,7 Millimetern und 210 Gramm ist das S52 nicht filigran, im Bereich der Outdoor-Smartphones sind das aber vergleichsweise niedrige Werte. Der Hersteller spricht sogar vom dünnsten tatsächlich robusten Smartphone. Die geringe Dicke geht jedoch zu Lasten des Akkus: Mit 3100 mAh soll der Akku aber immer noch den ganzen Tag durchhalten. Rekordlaufzeiten wie beim großen Bruder Cat S61 (c't-Test) sind damit nicht zu erwarten, die Angabe scheint aber aus der Erfahrung durchaus realistisch zu sein.

Große Stücke hält Bullitt auf die Kamera, die mit 12-Megapixel-Sensor mit 1,4 µm Pixelgröße und Dual-Pixel-Technik sowie f/1,8-Blende auf dem Papier einiges hermacht. Wie gut sie sich abseits der vom Hersteller gezeigten Fotos schlägt, muss der Test zeigen.

Ausgeliefert wird das Smartphone noch mit Android 9, ein Update auf Version 10 soll folgen. Wann, konnte uns der Hersteller nicht sagen. Auch alle Android-Sicherheitsupdates werden versprochen; hier schlampte der Hersteller in der Vergangenheit durchaus.

Das Cat 52 soll ab dem 12. November für 500 Euro direkt beim Hersteller und diversen Providern erhältlich sein. (asp)