Menü
Computex

PC-Frontpanel-Einschübe mit USB-C und 10 GBit/s von Akasa

Verdrehsichere USB-C-Buchsen mit hoher Datentransferrate sind bei Desktop-PCs nur an der Frontplatte komfortabel erreichbar - bisher dort aber selten.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 3 Beiträge
Frontpanel-Einschub von Akasa mit USB-C und SuperSpeedPlus (USB 3.1 Gen 2)

Frontpanel-Einschub von Akasa mit USB-C und SuperSpeedPlus (USB 3.1 Gen 2)

Der taiwanische Hersteller Akasa bringt bald Frontpanel-Einschübe für Desktop-PC-Gehäuse auf den Markt, mit denen sich eine frontseitige USB-Typ-C-Buchse nachrüsten lässt, die auch SuperSpeedPlus-Datentransfers mit 10 GBit/s gemäß USB 3.1 Gen 2 schafft.

Viele aktuelle Desktop-PC-Mainboards haben Onboard-Anschlüsse für solche USB-3.1-Gen-2-Buchsen. Wegen der hohen Frequenzen bei der Übertragung mit 10 GBit/s reicht dafür aber nicht mehr der gängige, 19-polige Pfostenstecker, sondern es gibt eine neue, abgeschirmte Buchse. Doch bisher sind PC-Gehäuse oder Frontpanel-Einschübe mit passenden Steckern noch selten. Akasa zeigt auf der Computex 2018 sowohl einen Einschub für 3,5-Zoll-Schächte als auch einen im 5,25-Zoll-Format; ersterer soll "in einigen Wochen" zu haben sein. Preise wurden nicht verraten.

Frontpanel-Einschübe mit USB-C und SuperSpeedPlus (4 Bilder)

Der obere, rot markierte Stecker passt in Onboard-Buchsen für USB 3.1 Gen 2, der blaue auf die 19-poligen Pfostenstecker für USB 3.1 Gen 1 alias UBS 3.0 und der schwarze auf USB-2.0-Pfostenstecker.

Bald könnten auch mehr schnelle, externe SSD-Speicher mit USB 3.1 Gen 2 erscheinen: ASMedia zeigt den Bridge-Chip ASM2362, der eine NVMe-SSD immerhin per PCIe 3.0 x2 mit USB 3.1 Gen 2 verbinden kann. PCIe 3.0 x2 genügt, um SuperSpeedPlus auszureizen.

Noch schnellere Transfers sollen dann dereinst mit USB 3.2 möglich werden. Bis dazu kompatible Controller oder auch Bridge-Chips erscheinen, dürfte aber wohl mindestens noch ein Jahr ins Land gehen – auch wenn der Zulieferer Synopsys kürzlich erstmals Datentransfers mit rund 1,6 GByte/s per USB 3.2 im Labor demonstriert hat. Synopsys verkauft Funktionsblöcke für Chipentwickler als sogenannte IP-Kerne (Intellectual Property Cores) und hat einen solchen IP-Kern für USB 3.2 in einem FPGA ausgeführt. Der erste Chip, der diesen Funktionsblock nutzt, muss also noch entwickelt und dann auch gefertigt werden.

Eric Huang und Gervais Fong von Synopsys führen Datentransfers per USB 3.2 im Labor vor. (Quelle: Synopsys)

(ciw)