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PC-Markt: Support-Ende von Windows 7 sorgt für Umsatzwachstum

Die US-Strafzölle und Intels Lieferschwierigkeiten bei den 14-nm-Prozessoren sollen die PC-Verkäufe im dritten Quartal 2019 nur wenig beeinflusst haben.

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(Bild: c't)

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Der PC-Markt ist im dritten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr gewachsen – darüber sind sich die drei Marktforscher Canalys, Gartner und IDC einig. Der wichtigste Antreiber war laut allen dreien das nahende Support-Ende von Windows 7 im Januar 2020 – wer keine Enterprise-Lizenz hat, bekommt nächstes Jahr keine Updates mehr für das alternde Betriebssystem.

Unterschiede gibt es bei den konkreten Zahlen: Canalys spricht von einem 4,7-prozentigen Rekordwachstum. Gartner ist mit 1,1 Prozent wesentlich konservativer, IDC liegt mit drei Prozent in der Mitte. Alle drei Marktforscher nennen den japanischen Markt als besonders hohen Ausreißer nach oben, der wegen der Umstellung auf Windows 10 im hohen zweistelligen Prozentbereich zugelegt hat.

Die kommenden US-Strafzölle auf Importe aus China haben im dritten Quartal 2019 geringere Auswirkungen gehabt als noch in den Monaten zuvor. Im Sommer deckten sich die US-amerikanischen PC-Hersteller kurzfristig mit Hardware ein, um die Lager vor dem Inkrafttreten der Strafzölle zu füllen. Inzwischen haben die USA die Einführung vom 1. September auf Mitte Dezember verschoben – zuletzt gab es Entspannung zwischen China und den USA, ein umfassendes Handelsabkommen steht allerdings aus.

Alle drei Marktforscher thematisieren die Lieferschwierigkeiten bei Intels 14-nm-Prozessoren. Die Auswirkungen auf die PC-Hersteller sollen sich in Grenzen halten, unter anderem weil sie teilweise auf AMDs Ryzen-CPUs ausweichen. In den letzten Monaten mehrten sich zum Beispiel die Gaming-Notebooks mit Ryzen-Kombiprozessor und GeForce-Grafikchip von Nvidia. Microsoft stellte das Surface Laptop 3 mit Ryzen im 15-Zoll-Modell vor. (mma)