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Deutscher PC-Markt schrumpft: 17,5 Prozent Absatzrückgang bei Privatkunden

Im ersten Quartal wurden in Deutschland 2,5 Millionen Computer verkauft, 3,6 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

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PC-Markt in Deutschland schrumpft weiter

Bei Notebooks ging die Nachfrage um 10,4 Prozent zurück.

(Bild: c't / heise online)

Der Markt mit Personal Computern ist in Deutschland weiter rückläufig – obwohl Firmen inzwischen wieder mehr PCs kaufen. Nach Erhebungen der Marktforschungsfirma Gartner ist der Absatz im ersten Quartal 2018 um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen. Insgesamt 2,5 Millionen Geräte wurden demnach verkauft. Hauptgrund ist die mangelnde Nachfrage unter Privatkunden: Hier sackte der Absatz um 17,5 Prozent ein.

Das Geschäft mit Unternehmenskunden legte dagegen um 6,4 Prozent zu. Grund dafür sei, dass viele Firmen nun auf Windows 10 umgesattelt hätten, sagte Gartner-Analystin Meike Escherich. Der Austausch von Hardware sei auch durch die neue Datenschutzgrundverordnung sowie Berichte über Sicherheitslecks beschleunigt worden.

Gefragte Ultramobile

Anders als in vergangenen Quartalen blieb die Nachfrage nach Desktop-PCs stabil, dagegen ging sie bei normalen Notebooks um 10,4 Prozent zurück. Ultramobile Geräte sind aber gefragt, der Absatz stieg um 6,3 Prozent. Diese Geräte machen Gartner zufolge inzwischen 33 Prozent unter allen ausgelieferten Mobil-PCs aus.

Von der guten Nachfrage nach Business-PCs haben demnach vor allem Marktführer Lenovo (plus 23,1 Prozent) – aber auch HP (plus 13,7 Prozent), Dell (plus 11,8 Prozent) und Fujitsu (9,8 Prozent) profitiert. Fujitsu verdrängte demnach Apple vom fünften Platz. Unter der schwachen Nachfrage bei Verbrauchern hatte vor allem Acer zu kämpfen, in dem Bereich verlor das Unternehmen 15,5 Prozent Marktanteile und rutschte im deutschlandweiten Ranking vom dritten auf den vierten Platz – hinter Lenovo, HP und Dell. (anw)

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