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PC-Verkäufe stiegen 2009 trotz Krisenstimmung

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Nach Meinung der Marktforscher von Gartner und IDC haben zumindest die PC-Hersteller die Talsohle der Wirtschaftskrise durchschritten und befinden sich wieder in einer Wachstumsphase. Im vierten Quartal 2009 kletterten die PC-Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 (IDC) beziehungsweise 22 Prozent (Gartner). Dazu trug das überdurchschnittliche Weihnachtsgeschäft in den USA und Asien bei, wo sich vor allem preiswerte Notebooks und Netbooks gut verkauften. Von diesem Trend profitierte unter anderem Acer als aktuelle Nummer Zwei des Stückzahlen-Rankings. Der Verkaufsstart von Windows 7 hat nach Meinung des Gartner -Analysten Mikako Kitagawa zwar nicht für eine größere PC-Nachfrage gesorgt, das Weihnachtsgeschäft aber als Marketinginstrument unterstützt.

In Europa wirkte sich die Wirtschaftskrise später als in anderen Regionen aus. Im vierten Quartal gab es erstmals nach drei Negativquartalen in Folge wieder leichte Zuwächse bei der Anzahl der verkauften PCs, während sich in den USA die Trendwende bereits im vorigen Quartal stattfand. Nach Angaben von Gartner sorgten wiederum die boomenden Mini-Notebooks für den höheren Absatz, welche inzwischen 20 Prozent des gesamten europäischen Mobilmarkts ausmachen.

Entgegen des weltweiten Trends sanken die Verkaufszahlen von Branchenführer Hewlett-Packard und dem Fünftplatzierten Toshiba in Europa leicht, wofür Gartner Lieferschwierigkeiten verantwortlich macht. Hinter Toshiba lauern die Hersteller Apple, Sony, Samsung und Lenovo und hoffen in die Top-5-Liste vorzudringen. In den USA gelang Apple mit einem Stückzahlenzuwachs von 23 Prozent innerhalb von Jahresfrist bereits der Sprung auf Platz fünf. Nach einem Jahr sinkender Absatzzahlen konnte der ehemalige Spitzenreiter Dell weltweit wieder leichte Zuwächse verbuchen. Im vergangenen Quartal rutschte der Hersteller hinter Acer auf Rang drei ab.

Die Rangfolge des vierten Quartals entspricht nach Zählweise von Gartner auch der der Gesamtjahresbilanz. Bei IDC liegt stattdessen Dell auf Platz zwei vor Acer. Ursache dafür sind die unterschiedlichen Zählweisen der Institute. So berücksichtigt IDC beispielsweise die Verkäufe von x86-Servern nicht. Insgesamt wurden 2009 weltweit 306 Millionen (Gartner) beziehungsweise 294 Millionen Rechner (IDC) abgesetzt. Die Verkaufszahlen stiegen im Krisenjahr um 5,2 Prozent (Gartner) beziehungsweise 2,3 Prozent (IDC).

Firma Q4/09 Stückzahlen (Millionen) Q4/09 Marktanteil (%) Q4/08 Stückzahlen (Millionen) Q4/08 Marktanteil (%) Q4/09-Q4/08 Veränderung (%)
Hewlett-Packard 17,792 19,8 14,240 19,3 24,9
Acer 12,188 13,5 8,613 11,7 41,5
Dell 10,397 11,5 9,839 13,3 5,7
Lenovo 7,837 8,7 5,509 7,5 42,2
Toshiba 4,812 5,3 3,668 5,0 31,2
Andere 37,009 41,1 31,855 43,2 16,2
Gesamt 90,035 100,0 73,425 100,0 22,1
Quelle: Gartner, Zahlen für Desktop-PCs, Notebooks und x86-Server
Firma Q4/09 Stückzahlen (Millionen) Q4/09 Marktanteil (%) Q4/08 Stückzahlen (Millionen) Q4/08 Marktanteil (%) Q4/09-Q4/08 Veränderung (%)
Hewlett-Packard 17,985 21,0 14,582 19,6 23,3
Acer 11,457 13,4 8,957 12,0 27,9
Dell 10,683 12,4 10,157 13,6 5,2
Lenovo 7,871 9,2 5,552 7,5 41,8
Toshiba 4,810 5,6 3,699 5,0 30,0
Andere 33,009 38,5 31,540 42,3 4,6
Gesamt 85,809 100,0 74,486 100,0 15,2
Quelle: IDC, Zahlen für Desktop-PCs und Notebooks, ohne x86-Server

(chh)